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Spargel-Saison 2017 feierlich auf dem Münchner Viktualienmarkt eröffnet

Spargel-Saison 2017 feierlich auf dem Münchner Viktualienmarkt eröffnet

Eröffnet wurde die Spargelsaison am 07. April 2017 auf dem Münchner Viktualienmarkt mit dem symbolischen Spargelstechen.

Gegen 10.30 wurde der erste Spargel, moderiert vom Vorsitzenden des Spargelerzeugerverbandes und -rings Südbayern Josef Plöckl, von der 41. Schrobenhausener Spargelkönigin Isabella Fischer, Frau Mdl. Angelika Schorer und Münchens Stadträtin Fr.  Kristina Frank mit dem Stechmesser aus dem Bifang (Erde) geholt.

Die Spargelsaison endet am 24. Juni (Johannistag).

Aus dem Programm 2017:

10.00 Uhr  –   Musikalischer Auftakt mit den „Hohenwarter Musebuam“und Goasselschnoitzer

 –  Ausschank von frisch zubereiteter Schrobenhausener Spargelsuppe

 –  Wein vom Staatl. Hofkeller Würzburg „Silvaner zum Spargel“

 –   Hans Haas, Sternekoch im Münchner Restaurant „Tantris  in Zusammenarbeit mit der Schellermühle bereitet „Köstliches mit Spargel“ zu

–   Fragen zu Anbau, Vermarktung und Qualität von Spargel  beantwortet Peter Strobl, Geschäftsführer                           Spargelerzeugerverband

–    Fragen zur Zubereitung von Spargel beantwortete Ernährungsfachfrau Maria Endres

10.15 Uhr  – Begrüßung –  Josef Plöckl, 1. Vorsitzender des Spargelerzeugerverbandes und –ringes Südbayern e.V.

10.30 Uhr – Symbolischer Beginn des Spargelstechens in Oberbayern mit der Spargelkönigin Isabella Fischer, Frau Angelika Schorer, Mitglied des Bayer. Landtags und dem 1. Vorsitzenden des Spargelerzeugerverbandes und -ringes Südbayern Josef Plöckl

Über den Schrobenhausener Spargel:

Das Schrobenhausener Anbaugebiet, im Städtedreieck -München -Augsburg -Ingolstadt gelegen, stellt über ein Drittel der bayerischen Spargelanbaufläche. Bereits im Jahre 1856 lieferte der Graf von Sandizell Spargel an die herrschaftliche Küche nach München. 1913 pflanzte Christian Schadt aus Groß-Gerau (Rheinhessen) eine erste Anlage im großräumigen Feldanbau. Heute erzeugen 90 Spargelbetriebe auf knapp 600 ha in der Hauptsaison täglich bis.100t „Schrobenhausener Spargel g.g.A.“

Seit Oktober 2010 ist der Name „Schrobenhausener Spargel / Spargel aus dem Schrobenhausener Land sowie Spargel aus dem Schrobenhausener Anbaugebiet als geschützte geographische Angabe gemäß der Verordnung (EG) Nr. 896/2010 in der gesamten Europäischen Union geschützt und in das von der Europäischen Kommission geführte Verzeichnis eingetragen worden.

Verbunden mit der Anerkennung–„geschützte geographische Angabe g.g.A. werden vom Spargelerzeuger Mindeststandards bezüglich guter fachlicher Praxis, Qualität, Frische und Hygiene gefordert. Dies wird dokumentiert (Eigenkontrolle) und durch eine dafür anerkannte zertifizierte Kontrollstelle (Fremdkontrolle) überprüft.

Für die Vermarktung gelten mindestens die Qualitätsnormen der früheren EU (VO (EG) Nr. 2377/99) bzw. derzeit gültigen UNECE – Norm FFV04 (Asparagus).

Neben qualitätserhaltenden Maßnahmen, wie Schockkühlung und sachgerechte Kurzzeitlagerung, darf z.B. die Spargelstange (Bleichspargel) nicht länger als 22 cm sein. Mittbewerber am Markt können aufgrund der allgemeinen Vermarktungsordnung den Spargel mit 24cm und länger anbieten. Da die Spargelstange zur Schnittstelle hin immer holziger wird, verzichten die Spargelerzeuger zugunsten der Qualität auf zusätzlichen Ertrag. Da sich der „Schrobenhausener Spargel g.g.A.“ durch den besonderen Geschmack auszeichnet, wird den Spargelerzeugern eine jährliche Sortenempfehlung, die entsprechend der Spezifikation in besonderer Weise gerecht werden, gegeben. Durch entsprechende Abgrenzung des Anbaugebietes und die Vorgaben der Bodenart gemäß des „Einzigen Dokumentes ist gewährleistet, dass der „Schrobenhausener Spargel g.g.A“ nur auf den typischen Böden um Schrobenhausen kultiviert werden darf. Diese bieten die besten Voraussetzungen für den ausgezeichneten Geschmack, der die Bekanntheit und den guten Ruf wesentlich geprägt haben. Seine besonderen Eigenschaften verdankt er nicht nur den speziellen Böden in dieser Region, sondern auch dem Fachwissen der seit Generationen Spargel kultivierenden Landwirte. Sie erzeugen in einer nachhaltigen Bewirtschaftung, im Einklang mit der Umwelt, ein für seine Qualität weithin bekanntes Produkt.

Frischen Schrobenhausener Spargel können Sie direkt vom Spargelerzeugerbetrieb im Schrobenhausener Anbaugebiet kaufen. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, so bieten die vielen Verkaufsstellen der Spargelerzeugerbetriebe in den verschieden Gebieten Bayerns die Möglichkeit frischen Schrobenhausener Spargel zukaufen.

Sie finden die Verkaufsstellen unter unserer Homepageadresse „www.spargel.de“. Unter dieser Adresse können Sie auch direkt den Spargel bestellen. Des weiterem finden Sie wertvolle Tipps und können Ihr Lieblingsrezept auswählen..

Wer sich noch näher mit dem Spargel befassen will, der sollte jedoch einmal das Schrobenhausener Anbaugebiet besuchen. Dort kann man in gepflegten Lokalen einheimische Spargelgerichte genießen und den Spargelbauern bei der Ernte zusehen. Im Sommer kann man das saftige Grün der Spargel-felder oder im Herbst das goldgelbe Kraut der Spargelpflanzen auf sich wirken lassen. Ob mit dem Auto, dem Fahrrad – Spargelradwanderweg -oder zu Fuß, sie finden leicht Zugang zu bekannten und weniger bekannten Sehenswürdigkeiten des Gebietes. Zur Vorstellung des Spargellandes und Präsentation von Sehenswürdigkeiten werden von den Gästeführern Halb-und Ganztagesführungen angeboten. Mehr Hinweise zu Führungen bzw. zum Tagesausflug bekommen Sie unter der o.a. Homepageadresse.

Seit 1975 wird jedes Jahr eine Schrobenhausener Spargelkönigin gekrönt. Sie nimmt zahlreiche Termine bei Funk, Presse und Fernsehen wahr und trägt den guten Namen des „Schrobenhausener Spargels“ weit über die Region hinaus. Die neue Schrobenhausener Spargelkönigin 2016/2017 Isabella Fischer wurde am12.07.2016 im Rahmen des Schrobenhausener Volksfestes gekrönt.

Eine Besonderheit in ganz Europa stellt das im Jahre 1983 gegründete Deutsche Spargelmuseum und seit 1991 Europäisches Spargelmuseum in Schrobenhausen dar. Es weist eine Zahl von jährlich über 10000 Besuchern auf.