Stadt und Landkreis München unterschiedlich stark von Covid-19-Erkrankungen betroffen

Stadt und Landkreis München unterschiedlich stark von Covid-19-Erkrankungen betroffen
Symbolbild

Die Arbeitnehmer in der Landeshauptstadt München sind vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie gekommen – im Landkreis München hat es die Arbeitnehmer jedoch besonders erwischt:

So waren bis Ende August dieses Jahres wegen einer nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektion in der Landeshauptstadt 1.093 AOK-versicherte Beschäftigte krankgeschrieben, im Landkreis 275.

Dies zeigt eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

„Mit einer Arbeitsunfähigkeitsquote von 0,49 Prozent lag die Landeshauptstadt München unter dem bayerischen Durchschnitt von 0,6 Prozent“, so Erwin Hutterer, Experte für Betriebliche Gesundheitsförderung bei der AOK in München, der Landkreis mit einem Wert von 0,72 Prozent allerdings darüber.

Die Arbeitsunfähigkeitsquote beschreibt dabei den Anteil der erwerbstätigen AOK-Mitglieder aus der Stadt bzw. dem Landkreis München, die wegen Covid-19 krankgeschrieben waren. Die meisten AU-Meldungen wegen einer Covid-19-Erkrankung gingen bei der AOK für die Stadt München in den Monaten April mit 0,29 und Mai mit 0,16 Prozent ein. Für den Landkreis in den Monaten März mit 0,27 und im April mit 0,42 Prozent. Zum Vergleich: Der niedrigste Wert lag in der Landeshauptstadt mit 0,05 Prozent im Juni und für den Landkreis München mit 0,07 Prozent im August.

Keine Entwarnung
Im April gab es mit insgesamt 566 Fällen in der Stadt bzw. 141 Fällen im Landkreis München die meisten Covid-19-Fälle. In der Fehlzeitenstatistik machte sich Corona jedoch nicht bemerkbar, auch wenn die Arbeitsunfähigkeitszahlen für Stadt und Landkreis höher lagen als im April 2019.

Aufgrund einer gestiegenen Zahl von Atemwegserkrankungen verzeichneten Stadt und Landkreis München den höchsten Krankenstand im März: Mit einem Wert von 5,8 Prozent in der Stadt bzw. 5,61 Prozent im Landkreis lag er deutlich höher als im März des Vorjahres mit 4,23 bzw. 4,08 Prozent. Von Mai bis August sanken die Krankenstände jedoch merklich unter diejenigen der entsprechenden Vorjahresmonate.

„Angesichts aktuell steigender Infektionszahlen – und weil der Winter vor der Tür steht – sind diese Zahlen jedoch kein Anlass zur Entwarnung“, betont Erwin Hutterer.

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