Stadtgebiet München: Zwei Fälle von falschen Polizeibeamten

Symbolbild
Am Dienstag, 01.09.2020, gegen 14:15 Uhr, meldete ein über 70-jähriger Münchner über den Polizeinotruf 110 der Polizei, dass er soeben in seiner Wohnung in der Heiterwanger Straße bestohlen wurde.

Zwei Unbekannte sprachen den Mann am Hauseingang an. Sie gaben sich als Polizeibeamte aus und behaupteten, dass ein Einbrecher unterwegs wäre, der einen Generalschlüssel für die Wohnungen hätte. Daher müssten die beiden Unbekannten in der Wohnung des Münchners Überprüfungen anstellen. Mit dieser Geschichte verschafften sie sich Zutritt zur Wohnung, die sie wenige Zeit später auch wieder verließen.

Nun bemerkte der Münchner, dass ein dreistelliger Bargeldbetrag entwendet wurde. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifen führte nicht zur Festnahme von Tatverdächtigen.

Die Täter werden wie folgt beschrieben
Täter 1 (Wortführer):
Männlich, ca. 30 Jahre, ca. 175 cm groß, normale Statur, schwarze kurze Haare, südländische Erscheinung; schwarzer Anzug mit Weste

Täter 2 (Begleiter):
Männlich, ca. 30 Jahre, ca. 180 cm groß, normale Statur, südländische Erscheinung; schwarzer Anzug

Am Montag, 31.08.2020, gegen 16:00 Uhr kam es zu einem ähnlich gelagerten Fall. Im Bereich Ansprengerstraße, Destouchesstraße und Clemensstraße wurde ein über 80-jähriger Münchner angesprochen. Der Münchner glaubte die Geschichte jedoch nicht und ließ niemanden in die Wohnung. Am nächsten Tag erstattete er Anzeige.

In beiden Fällen hat das Kommissariat 65 die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Täter werden wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 175 cm groß, ca. 35 Jahre alt, schlank, glattes Haar, Backenbart mit Ziegenbärtchen, südländischer Typ, akzentfreies Deutsch

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum (01.09.2020, gegen 14:15 Uhr) in der Heiterwanger Straße (Untersendling) und im angegebenen Zeitraum (31.08.2020, gegen 16:00 Uhr) im Bereich Ansprengerstraße, Destouchesstraße und Clemensstraße (Schwabing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesen Vorfällen stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, es wäre in der Nachbarschaft eingebrochen worden und sie müssten in der Wohnung Geld- bzw. Schmuckaufbewahrungsörtlichkeiten sehen. Vergewissern Sie sich im Zweifelsfall durch einen Rückruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt, noch bevor Sie einen Unbekannten in Ihre Wohnung einlassen!

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