Stadtrat bringt Planung für rund 2.500 Wohnungen voran

Symbolbild

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Bauordnung hat der Stadtrat jetzt die Weichen für den Bau von rund 2.500 Wohnungen gestellt. Die Bandbreite der Projekte spiegelt die Vielfalt der Aufgaben der Stadt- und Grünplanung bei der Schaffung von neuem Wohnraum wider. Dazu gehören: Die Schaffung neuer Stadtbausteine als Verbindung und Ergänzung von Bestandsiedlungen, eine Umnutzung von ehemals gewerblich genutzten Flächen sowie die Arbeit mit dem Bestand und der Weiterentwicklung für heutige Bedarfe.
Mit der Entwicklung an der Eichenauer Straße wachsen die beiden Stadtteile Freiham Nord und Aubing verkehrlich, räumlich und sozial zusammen. Ein für 2025 geplanter städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb wird zeigen, wie genau der neue Stadtteil zwischen Freiham Nord und Aubing aussehen wird. Insgesamt sollen bis zu 1.200 Wohnungen an der Eichenauer Straße entstehen. Gemäß dem Wohnungspolitischen Handlungsprogramm „Wohnen in München VI“ entstehen 60 Prozent geförderter Mietwohnungsbau und bis zu 40 Prozent freifinanzierter Wohnungsbau. Nahversorger und kleinere Gewerbeeinheiten, wie Kiosk, Bäckerei, Büros und örtliche Dienstleistungen sowie gastronomische Angebote, sollen nicht nur den künftigen Bewohner*innen Freihams, sondern auch den Bewohner*innen im westlichen Teil Aubings und in der Wildenrother Straße zu Gute kommen. Mithilfe eines integrierten Mobilitätskonzeptes entsteht ein Stadtteil der kurzen Wege einschließlich reduziertem Autoverkehr. Die öffentlichen Grünflächen sind bereits im Flächennutzungsplan dargestellt.

An der Marienburger Straße in Englschalking im Stadtbezirk Bogenhausen soll ein neues Quartier mit zirka 500 Wohnungen, Kindertageseinrichtungen, ambulant betreuten Pflege-Wohngemeinschaften, einer Tagespflegeeinrichtung sowie Einzelhandel und im Hochpunkt an der Englschalkinger Straße neben Gewerbe hauptsächlich Studentisches und Azubi-Wohnen entstehen. Das 4,7 Hektar große, derzeit teils landwirtschaftlich, teils gewerblich genutzte Areal grenzt im Osten an eine Bahnstrecke, die künftig viergleisig ausgebaut wird. Ob die Trasse oberirdisch oder im Tunnel geführt wird, ist noch nicht entschieden. Die Landeshauptstadt München verlangt den Ausbau in Tunnellage. Mit einem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb wurden geeignete Planungskonzepte für beide Varianten gesucht. Den Wettbewerb gewannen im Dezember 2023 su und z Architekten mit studio B Landschaftsarchitektur, beide aus München. Als nächster Verfahrensschritt folgt in Kürze die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung. Bei einer Erörterungsveranstaltung können sich alle Interessierten über die Planungen informieren und dazu äußern. Weitere Infos zum Projekt unter https://stadt.muenchen.de/infos/marienburger.html.

Die ehemalige amerikanische Siedlung am Perlacher Forst soll schrittweise nachverdichtet werden, um zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zu schaffen. Zugleich soll der besondere Charakter des Quartiers weitgehend bewahrt werden. Die Siedlung wurde von 1954 bis 1957 als Wohnraum für US-amerikanische Soldaten und ihre Familien errichtet und zeichnet sich durch ihre offene, durchgrünte Bebauung mit gewachsenem Baumbestand und geschwungenen Straßenzügen aus. Mit einer Nachverdichtung zwischen Lincolnstraße und Pennstraße sollen Wohnungen für unterschiedliche Einkommensgruppen sowie Kindertageseinrichtungen und Nahversorger entstehen. Für den weiteren Planungsprozess – die Aufstellung eines Bebauungsplans inklusive Änderung des Flächennutzungsplans – soll eine Machbarkeitsstudie von Palais Mai, dreisterneplus und grabner huber lipp Landschaftsarchitekten als Grundlage dienen.

Weitere Infos zum Projekt unter https://stadt.muenchen.de/infos/perlacherforst.html.
Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Der Bau von bezahlbaren Wohnungen ist eines der wichtigsten Ziele der Landeshauptstadt München. Deshalb freue ich mich, dass wir mit den heutigen Beschlüssen zu gleich drei Wohnungsbau-Projekten die Planung von insgesamt rund 2.500 Wohnungen vorangebracht haben.“