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Tarifkonflikt Deutsche Post AG – Streiks werden ausgeweitet

Protestaktion vor dem Briefzentrum München am Donnerstag, 11.06.2015

Seit Montag dieser Wochen sind die Beschäftigten des Briefzentrums München im unbefristeten Streik. Ab Mittwoch wird der Streik auch auf den Paketdienst ausgedehnt. Es befinden sich dann rund 500 Beschäftigte im Ausstand. Sollte der Vorstand der Deutschen Post AG bei seiner Blockadehaltung bleiben, werden jeden Tag weitere Bereiche der Deutschen Post AG in den Streik gerufen.

Protestaktion am Posthochhaus in der Münchner Arnulfstraße

Die Streikenden Postler treffen sich

am Donnerstag, 11. Juni 2015,

in der Zeit von 11:00 bis 12:00 Uhr

in München, am Posthochhaus in der Arnulfstraße 195,

zu einer Protestaktion. Nach einer Auftaktkundgebung wird am Briefzentrum eine Menschenkette gebildet.

SPD-Fraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher spricht zu den Streikenden

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher, wird zu den Streikenden kommen um ihnen gegenüber seine Solidarität auszusprechen.

Statement Claudia Weber, stv. Geschäftsführerin ver.di München & Region

„Die Post hat im Paketbereich in Deutschland einen Marktanteil von ca. 43 Prozent, die Umsatzrendite beträgt ca. 8,6 Prozent, eine Quote von der die Wettbewerber nur träumen können. Die Gewinne wurden im letzten Jahr auf 3 Milliarden Euro gesteigert, bis 2020 sollen es 5 Milliarden werden. Das hat der Vorstandsvorsitzende Appel dem Kapitalmarkt zugesagt und deswegen sollen den Postlern zukünftig geringere Löhne bezahlt werden. Gewinne rauf, Löhne runter, das ist die Devise des Vorstands der Deutschen Post AG. Wir wehren uns gehen diese menschenverachtende und arbeitnehmerfeindliche Politik.“