Tarifkonflikt privates Omnibusgewerbe in Bayern – Der nächste Streik steht bevor

Symbolbild

Am Freitag, 09.10.2020, werden Busfahrer privater Omnibusunternehmen in Kaufbeuren (ganztätig), Nördlingen (Donau-Ries, 5 -10 Uhr) und München (3.30 bis 12 Uhr) streiken.

„Da der Arbeitgeberverband trotz 3 Streiktage in den letzten 4 Wochen nicht mit ver.di verhandeln möchte, müssen wir wohl nochmal nachlegen“ so Silke Vorpahl, ver.di Verhandlungsführerin.

Trotz bestehendem Fahrermangels und dem Ruf der Politik nach mehr Schulbussen und nach einer Verkehrswende, verweigert sich der Arbeitgeberveband LBO jeglichen Lohnverhandlungen. „Der Arbeitgeberverband provoziert durch ein solches Verhalten einen unnötigen Konflikt. Dabei ist jetzt die Zeit die wichtige Arbeit der Busfahrer während der Pandemie zu wertschätzen.“ So die Gewerkschaftsvertreterin Vorpahl.

In München werden die Busfahrer*innen privater Omnibusunternehmen (Kooperationspartner der MVG) die Mitarbeiter der MVG bei Ihrer Forderung

-Übernahme des TV-N- durch einen Solidaritätsstreik unterstützen. Private Omnibusfahrer werden also Seite an Seite mit den Kollegen der MVG und der öffentlichen Verkehrsbetriebe für bessere Arbeitsbedingungen im ÖPNV kämpfen.

„Uns ist wichtig: wir wollen nicht die Fahrgäste bestreiken, sondern die Arbeitgeber“, betont Kai Winkler, ver.di Vertreter in Bayern. Aus diesem Grund wird nächsten Freitag in München nur bis zur Mittagszeit gestreikt, um den Abendverkehr wieder normalisieren zu können.

Um 9 Uhr findet in München am Busbetriebshof der MVG West, Hans-Thonauerstraße 5, eine kleine Kundgebung statt.

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