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Samstag, 24 Januar 2026
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Tatort: ICE – Vorsicht ist geboten!

Tatort: ICE - Vorsicht ist geboten!
Foto: Bundespolizei

In den Nachtstunden des 28. Januar bestahl ein Unbekannter unbemerkt eine schlafende 33-Jährige im ICE – ca. 8.000 € Schaden. Ein sich mehrendes Ereignis, das jedem jederzeit widerfahren kann.

Dienstagnacht (28. Januar) fuhr ein ICE von Frankfurt nach München. Eine 33-Jährige nutzte die Schnellzugfahrt, um zu schlafen. Währenddessen entwendete eine bislang unbekannte Person den Inhalt ihrer zwischen den Beinen befindlichen Handtasche – darunter Mobiltelefon, Geldbörse, Bargeld und hochpreisige Schmuckgegenstände – Schaden: ca. 8.000 €.

Der Fall reiht sich in eine Tatbegehungsweise ein, die in der Vergangenheit häufiger vorkam. Die Tatverdächtigen gehen durch die – nicht videoüberwachten – Schnellzüge der Deutschen Bahn und suchen gezielt nach Diebesgut. Meist ausschlaggebend ist, wenn Reisende, wie die 33-Jährige, schlafen.

Ebenso perfide Täter helfen ihren Opfern im Vorfeld schweres Gepäck in den Zug zu heben und stehlen es kurz vor Abfahrt aus den Gepäcksammelablagen – so geschehen vor einer ICE-Fahrt von Berlin nach München Anfang Dezember. Ziel ist es stets, sich an möglichst wertvollen Gegenständen Besitz zu verschaffen, wie z.B. im letzten Juni an einem 20.000 € teuren Kameraequipment.

Anlaufstelle der „Enteigneten“ ist dann häufig die Bundespolizei am Kopfbahnhof in München. Im Rahmen der bundesweiten Zusammenarbeit werden oft andere Dienststellen der Bundespolizei in die Ermittlungen einbezogen. So gelingt es zum Teil, Tatverdächtige mit Hilfe der Videoaufzeichnungen an Bahnsteigen zu identifizieren und den Dieben auf die Spur zu kommen.

Die Bundespolizeiinspektion München warnt eindringlich, gerade bei Fahrten mit dem ICE, auf das Eigentum zu achten und bittet auch Mitreisende, verdächtige Personen dem Zugpersonal zu melden.

Sollte der „Ernstfall“, und der Verlust von Eigentum eintreten, sollte man sich schnellstmöglich zur Anzeige zur nächstgelegenen Bundespolizei-Dienststelle begeben. Je nach Tatörtlichkeit gibt es unterschiedliche Speicherzeiten der Videoaufnahmen. Wer wertvolle Gegenstände (z.B. Schmuck, Münzen, PC-/Video-/Fotoausrüstung) mit sich führt, dem sei empfohlen, Fotos und/oder Identifizierungsnummern der Gegenstände parat zu haben. Diese sollten allerdings nicht im selben Gepäck, sondern eigens verstaut, transportiert werden.