
Am Montag, 04.04.2022, gegen 11:15 Uhr, wurde eine über 80-Jährige mit Wohnsitz in München von einem bislang unbekannten männlichen Täter, der sich als Sicherheitsdienstmitarbeiter ausgab, vor ihrem Wohnhaus angesprochen. Dieser gab an, dass in ihrem Haus eingebrochen worden wäre. Die über 80-Jährige begab sich daraufhin mit dem Täter und einem weiteren bislang unbekannten Täter in ihre Wohnung. Nach Aufforderung durch die Täter zeigte sie dort Wertgegenstände vor.
Während die über 80-Jährige durch einen der Täter abgelenkt wurde, nahm der zweite Täter Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro unbemerkt an sich. Im Anschluss verließen die Täter die Wohnung.
Als die über 80-Jährige kurz darauf bemerkte, dass sie bestohlen worden war, verständigte sie den Polizeinotruf 110. Unmittelbar eingeleitete Fahndungsmaßnahmen nach den Tätern verliefen ohne den gewünschten Erfolg.
Die weiteren Ermittlungen hat das Kommissariat 65 (u.a. Trickdiebstahl) übernommen.
Die unbekannten Täter werden wie folgt beschrieben:
Täter 1 (Wortführer)
Männlich, ca. 35 Jahre, ca. 170 cm, schlank, spärlicher Haarwuchs, westeuropäisches Erscheinungsbild, sprach Deutsch mit bayerischem Akzent; bekleidet mit dunkler Jacke mit gelben Querstreifen und dunkler Hose
Täter 2 (Begleiter):
Männlich, ca. 45 Jahre, ca. 175 cm groß, dick osteuropäisches Erscheinungsbild, kurze dunkle Haare, sprach Deutsch mit Akzent; bekleidet mit dunkler Jacke mit gelben Querstreifen und dunkler Hose
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Badstraße/Pagnerstraße/Zennerstraße/ Münchner Straße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Warnhinweis Ihrer Münchner Polizei:
Die Polizei warnt vor dem Auftreten falscher Polizei- oder Kriminalbeamter und sonstiger Vertretern von Behörden/Sicherheitsfirmen. Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und vermeintliche Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten verwenden in vielen Fällen den Trick, dass sie mitteilen, es wäre in der Nachbarschaft eingebrochen worden und sie müssten in der Wohnung Geld- bzw. Schmuckaufbewahrungsörtlichkeiten sehen. Vergewissern Sie sich bestenfalls durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten oder bei der entsprechenden Behörde/Firma, ob es sich um einen Vertreter dieser handelt, noch bevor Sie einen Unbekannten in Ihre Wohnung einlassen! Und denken Sie bitte immer daran: Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit!
Die drei wichtigsten Tipps gegen den Betrug:
Keiner wird Sie um Geld oder Wertsachen bitten!
Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie keine Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.






