„Toilette für alle“ im Gesundheitsreferat

Symbolbild

Am morgigen Freitag, 5. Juli, wird im Gesundheitsreferat (GSR) die erste städtische „Toilette für alle“ eröffnet. Diese ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass auch Menschen mit schweren Behinderungen oder mehrfachbehinderte Menschen aktive gesellschaftliche Teilhabe leben können.

Bürgermeisterin Verena Dietl: „Die Fertigstellung der ‚Toilette für alle‘ ist ein weiteres ausdrückliches Bekenntnis der Landeshauptstadt München zu den Zielen der UN Behindertenrechtskonvention und unterstreicht, dass sie das Anliegen einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe für alle Menschen sehr ernst nimmt.“
Mit dem Auftrag des Stadtrats zur Einrichtung einer gynäkologischen Sprechstunde für Frauen und Mädchen mit Mobilitätseinschränkungen wurde das Gesundheitsreferat auch damit betraut, die bestehende barrierefreie Toilette im Erdgeschoss der Bayerstraße 28a zu einer „Toilette für alle“ umzubauen. Grund dafür war, dass in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat festgestellt wurde, dass die bisherige Behindertentoilette nicht für alle Formen von Behinderung, vor allem nicht für schwerst- oder mehrfachbehinderte Menschen, geeignet war.

So war nicht ausreichend Platz für eine Begleitpersonen, für eine Liege und einen Hebelifter. Die „Toilette für alle“ berücksichtigt diese Aspekte und auch Menschen mit schweren Behinderungen finden dort alles, was sie für ihre persönliche Hygiene brauchen. Sie soll insbesondere den Patientinnen der gynäkologischen Sprechstunde im GSR einen adäquaten Zugang zur Toilette bieten, steht aber auch allen anderen Münchner Bürger*innen mit entsprechenden Behinderungen offen. Sie ist die einzige „Toilette für alle“ in der Nähe des Hauptbahnhofes, der Theresienwiese und im Stadtbezirk.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Die ‚Toilette für alle‘ ergänzt und erweitert unser mit dem Bundesteilhabepreis ausgezeichnetes Angebot der gynäkologischen Sprechstunde für mobilitätseingeschränkte Mädchen und Frauen in idealer Weise. Als Gesundheitsreferentin ist es mir ein besonderes Anliegen, die unterschiedlichen Bedarfe aller Münchner*innen möglichst passend abdecken zu können. Hier sehe ich uns als Gesundheitsreferat in einer Vorreiterrolle.“

Der städtische Beraterkreis für barrierefreies Planen und Bauen hat das GSR bei der Umsetzung der „Toilette für alle“ beraten und begleitet. Finanziert wurde sie unter anderem aus der Pauschale „Bauliche Maßnahmen für Menschen mit Behinderung“ und Mitteln des GSR.

Die neue „Toilette für alle“ steht allen Menschen mit Behinderung zu den regulären Öffnungszeiten des GSR (Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, Mittwoch von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 16 Uhr) zur Verfügung.