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Weitere Fälle von versuchtem Trickbetrug durch falsche Polizeibeamte
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Trickdiebstahl durch falsche Polizeibeamte im Westend

München, 07.09.2017. Am Dienstag, 05.09.2017, gegen 13.00 Uhr, kam eine 93-jährige Seniorin von einem Einkauf zurück in ihr Wohnanwesen in der Geroltstraße im Münchner Westend. Als sie am Aufzug stand, wurde sie von einem jungen Mann angesprochen, welcher ihr anbot die Einkäufe nach oben zu tragen. An der Wohnungstür angekommen, stand dort ein zweiter Mann.

Nachdem die Rentnerin die Tür aufgesperrt hatte, sagten die beiden Männer, dass sie von der Polizei seien. Einer der beiden zeigte einen Ausweis vor und anschließend gingen beide mit in die Wohnung.

Einer der Täter verwickelte die 93-Jährige in ein Gespräch und erzählte eine Geschichte, dass bei ihr eingebrochen wurde, der Einbrecher jedoch festgenommen und alles sichergestellt werden konnte.

Etwa zur gleichen Zeit klingelte das Telefon und ein weiterer unbekannter Mann gab an, auch von der Polizei zu sein. Er beruhigte die 93-Jährige und fragte u.a. nach Goldbarren und Geld. Außerdem sollte sie den Anweisungen der beiden „Beamten“ Folge leisten.

In der Zwischenzeit konnten sich die beiden anderen angeblichen Polizeibeamten in Ruhe in der Wohnung umsehen.

Nachdem das Telefongespräch beendet war, begab sich die Seniorin wieder ins Schlafzimmer. Dort stellte sie dann fest, dass der Safe mit dem Schlüssel, welcher sich im Besteckkasten befand, geöffnet worden war und diverser Goldschmuck und Bargeld fehlte. Außerdem war ein Kuvert mit 4.000 Euro aus einer Tasche verschwunden.

Täterbeschreibung:
1.
Männlich, ca. 20-30 Jahre alt, ca. 170 cm groß, sprach gut Deutsch; Bekleidung: dunkle Hose, dunkles Oberteil, Schirmmütze

2.
Männlich, ca. 30 Jahre alt, kräftige Statur, sprach Hochdeutsch; Bekleidung: hellgrauer Trainingsanzug, Schirmmütze.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis:
Die Polizei warnt erneut vor dem Auftreten falscher Polizei- oder Kriminalbeamter. Polizeibeamte in zivil legitimieren sich stets durch Vorzeigen des Dienstausweises. In Zweifelsfällen lassen Sie sich bitte Namen und Dienststelle des Polizeibeamten nennen und erkundigen sich durch einen Rückruf bei der Dienststelle nach der Richtigkeit der Angaben. Sollten Sie unsicher sein, rufen Sie auf alle Fälle den Notruf 110 an.