Trotz Ausgangsbeschränkung: Polizei muss 234 Anzeigen schreiben

Trotz Ausgangsbeschränkung: Polizei muss 234 Anzeigen schreiben
Symbolbild

Im Zeitraum von Freitag, 03.04.2020, 06:00 Uhr, bis Samstag, 04.04.2020, 06:00 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen.

Knapp 8.200 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 242 Verstöße angezeigt, von denen 234 die Ausgangsbeschränkung betrafen.

Am Samstag, 04.04.2020, gegen 02:35 Uhr, alarmierte ein Zeuge den Polizeinotruf 110 und teilte mit, dass er in einem Bürohaus an der Theresienhöhe im Westend eine Person sehen würde. Er hatte den Eindruck, dass es sich dabei um einen Einbruch handeln könnte. Sofort wurden zehn Streifen der Münchner Polizei an den Einsatzort geschickt, um die Situation zu überprüfen.

In dem Haus trafen die Polizeibeamten auf zwei Personen (eine 14-Jährige und einen 18-Jährigen, beide mit Wohnsitzen in München). Der 18-Jährige konnte den Beamten einen Schlüssel für das Gebäude zeigen, den er von einem Angehörigen genommen hatte, der in dem Gebäude arbeitet. Beide mussten das Haus verlassen und die 14-Jährige wurde ihren Sorgeberechtigten übergeben. Da die beiden keinen triftigen Grund hatten ihre Wohnungen zu verlassen und in das Bürogebäude zu gehen sowie in keiner häuslichen Gemeinschaft lebten, wurden beide wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

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