Unwissenheit löst Feuerwehreinsatz aus

Symbolbild

Am Sonntagmittag war ein 29-jähriger Mann in einer Tiefgarage damit beschäftigt, einen Tisch zu bauen. Hierzu wollte er eine ausrangierte Kabeltrommel umfunktionieren. Damit die Tischoberfläche ordentlich glänzt, entschied sich der junge Mann, diese mit Epoxidharz einzulassen. Hierbei verfiel der Mann einem verhängnisvollen Trugschluss: Er nahm nämlich an, dass sich das Harz schneller und besser abbindet, wenn man dieses mit einer offenen Flamme beaufschlagt. Dabei entzündeten sich die leicht entflammbaren Gase und verpufften. Trotz des Schreckens löschte der Möbelbauer den Brand teilweise und brachte auch einige der in Brand geratenen Teile auf den Gehsteig.

Wenige Minuten bevor der Notruf zu einer Rauchentwicklung in einer Tiefgarage bei der Leitstelle München einging, hatten Passanten bereits wegen des Brandguts auf dem Gehweg angerufen. Die Besatzung des alarmierten Hilfeleistungslöschfahrzeugs erkannte sofort, dass die Priorität des Einsatzes in der Tiefgarage lag und bereitete einen Löschangriff vor. Da kurze Zeit später Anwohner wegen einer Rauchentwicklung in der Tiefgarage angerufen hatten, waren weitere Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei bereits wenige Minuten später am Einsatzort.

Einsatzkräfte unter Atemschutz kontrollierten mit einer Wärmebildkamera die private Möbelschreinerei und löschten restliche Glutnester. Mit einem Lüftungsgerät beseitigten sie im Anschluss die Rauchentwicklung in dem unterirdischen Komplex.

Der junge Mann wurde vor Ort von einem Notarztteam untersucht. Er hatte sich glücklicherweise keine Verletzungen zugezogen. Ein Sachschaden kann nicht genannt werden, die Polizei ermittelt die weiteren Umstände.

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