Update 28.04.: Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie

Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie

Im Zeitraum von Dienstag, 27.04.2021, 06:00 Uhr, bis Mittwoch, 28.04.2021, 06:00 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregelung zu überprüfen. Knapp 1.500 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 72 Verstöße angezeigt.

Am Dienstag, 27.04.2021 gegen 20:30 Uhr betrat eine Gruppe von sechs weiblichen Jugendlichen (16 – 17 Jahre alt, alle aus München) die Karl-Theodor-Wiese im Englischen Garten. Als sie von einem Polizeibeamten vor Ort auf die Infektionsschutzregelungen angesprochen wurden, beleidigte eine 17-Jährige aus der Gruppe diesen verbal. Dieser forderte sie nun auf stehenzubleiben, damit ihre Personalien festgestellt werden können. Nachdem sie kurz angehalten hatte, ging sie schließlich wieder weiter, ohne sich auszuweisen. Daraufhin wurde die 17-Jährige durch den Polizeibeamten am Handgelenk festgehalten. Dagegen sträubte sie sich und setzte die Festhaltung lautstark in Kontext zu ihrer Hautfarbe. Ihre Begleiterinnen versuchten sich nun dazwischen zu drängen, wobei eine 16-Jährige zusätzlich mit der Faust gegen den Oberarm des Polizisten schlug. Den Aufforderungen dies zu unterlassen, kamen sie nicht nach. Letztendlich wurden nach Hinzuziehung von weiteren Polizeibeamten von allen Beteiligten die Personalien aufgenommen. Die 17-Jährige wurde wegen Beleidigung, die 16-Jährige unter anderem wegen versuchter Körperverletzung, Widerstand und versuchter Gefangenenbefreiung angezeigt. Darüber hinaus erhielten alle sechs eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.