Urlauberverkehr nimmt weiter Fahrt auf

Symbolbild

Stauprognose für das Wochenende 28. bis 30. Juni / Zweite Reisewelle aus fünf Bundesländern / ADAC: Noch keine größeren Behinderungen zu erwarten / Wichtige Nord-Süd-Verbindung in der Schweiz gesperrt

Der Urlauberverkehr nimmt am kommenden Wochenende weiter Fahrt auf und damit werden auch die Routen in die Feriengebiete wieder voller. Größere Behinderungen sind nach Ansicht des ADAC jedoch noch nicht zu erwarten. Die fünf Bundesländer Niedersachen, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gehen an diesem Wochenende in die zweite Sommerferienwoche. Mit dichtem und abschnittsweise zähfließendem Verkehr sollten die Autourlauber vor allem auf den Fernstraßen Richtung Nord- und Ostsee rechnen. Erst mit dem Ferienbeginn im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen am 8. Juli drohen dann größere Staus und längere Wartezeiten auf dem Weg in die Urlaubsregionen.

Zu Staus und Wartezeiten kann es – je nach Wetterlage – auch durch Tages- oder Wochenendausflügler kommen.

Autobahnen mit der größten Staugefahr sind:

  • Autobahnnetz in den Großräumen Hamburg, Berlin, Köln, München
    • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
    • A 1 Lübeck – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
    • A 3 Würzburg – Nürnberg – Passau
    • A 5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel
    • A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
    • A 7 Hamburg – Flensburg
    • A 7 Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
    • A 8 Stuttgart – München – Salzburg
    • A 9 Berlin – Nürnberg – München
    • A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
    • A 93 Inntaldreieck – Kufstein
    • A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
    • A 99 Umfahrung München

In Deutschland gibt es derzeit rund 1.260 Autobahnbaustellen, die für Behinderungen sorgen. Verzögerungen verursachen darüber hinaus diverse Tagesbaustellen. Nicht zuletzt sorgt die Fußball-Europameisterschaft in und um die am Wochenende betroffenen Städte Berlin, Dortmund, Gelsenkirchen und Köln für großen Besucherandrang – sowohl auf den Straßen, aber auch bei der Bahn und im Öffentlichen Nahverkehr.

In Bayern dürfen zudem ausnahmsweise Lastwagen auch am Wochenende unterwegs sein. Für Lkw ab 7,5 Tonnen ist im Rahmen von Rettungs-, Hilfs- und Aufräumarbeiten aufgrund der Hochwasserkatastrophe das Sonn- und Feiertagsfahrverbot wie auch das Fahrverbot nach der Ferienreiseverordnung bis Ende Juli aufgehoben.

Geduld braucht man im Ausland vor allem auf den klassischen Urlaubsstrecken Brenner-, Inntal-, Tauern, Pyhrn- und Rheintalautobahn sowie auf der Schweizer Gotthard-Route. Aber auch auf den Fernstraßen an die Küstenregionen in Slowenien, Kroatien und Italien kann es zeitweise eng werden.

Nach heftigen Unwettern haben Erdrutsche und Überschwemmungen in der Schweiz am vergangenen Wochenende erhebliche Schäden angerichtet. Auf der Autobahn A13 oberhalb von Lostallo ist ein 200 Meter langes Stück zerstört worden. Die wichtige Nord-Süd-Verbindung ist deshalb zwischen den Anschlussstellen Thusis und Bellinzona voraussichtlich für Monate gesperrt. Als Alternative für den Ferienverkehr Richtung Italien steht die Gotthardroute über die A2 in der Schweiz zur Verfügung.

Im österreichischen Bundesland Tirol sind an den Wochenenden und Feiertagen bis Oktober Stau-Ausweichrouten entlang wichtiger Durchgangsstrecken gesperrt. Auf der Tauernautobahn gibt es gravierende Baustellenengpässe und Abfahrtssperren.

Wichtig für Österreich-Reisende, die die Route über den Zirler Berg von und nach Innsbruck nehmen wollen: Auf der B2 Garmisch-Partenkirchen – Mittenwald steht nach einem Erdrutsch bis 5. Juli für beide Fahrtrichtungen wechselweise nur eine Fahrspur zur Verfügung. Dadurch besteht eine erhebliche Staugefahr. Für Lkw über 40 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht ist die Strecke in dieser Zeit generell gesperrt.

Die nach mehreren Murenabgängen zwischen dem Knoten Deutschfeistritz und dem Knoten Sankt Michael noch gesperrte Pyhrn Autobahn (A9) ist wieder für den Verkehr freigegeben.
Durch verstärkte Personenkontrollen während der Fußball-Europameisterschaft kann es an allen Grenzübergängen bei der Einreise nach Deutschland zu Wartezeiten kommen.
Auch die stationären Kontrollen an den Staatsgrenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz führen weiterhin zu Behinderungen bei der Einreise nach Deutschland.