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Welt-Gibbon-Tag in Hellabrunn
Foto: Andrea Franz

Veranstaltungstipp: Morgen ist Welt-Gibbon-Tag in Hellabrunn

Am 24. Oktober 2017 informieren ehrenamtliche Artenschutzbotschafter und Tierpfleger im Rahmen des Aktionstages über die hochbedrohten kleinen Menschenaffen aus Südostasien.

Der Welt-Gibbon-Tag wurde von der Welt-Naturschutz-Union (IUCN) ins Leben gerufen. Er soll die unbekannten Gibbons international bekannter machen und auf die große Bedrohung für die grazilen Kletterkünstler aufmerksam machen.

Auch der Tierpark Hellabrunn feiert mit verschiedenen Aktionen am Dienstag, den 24. Oktober mit. Ehrenamtliche Artenschutzbotschafter informieren die Besucher über Lebensweise, Lebensraum und Ursachen der starken Bedrohung. Weitere Höhepunkte sind zudem die Tierpfleger-Sprechstunden um 11 und 15 Uhr. Dabei berichten die Tierpfleger über die im Tierpark lebenden Silbergibbon- und Siamang-Familien und stehen für Fragen zur Verfügung.

Hellabrunn ist der einzige Zoologische Garten in Deutschland, in dem man die seltenen Silbergibbons beobachten kann. In ihrer Heimat, der indonesischen Insel Java, wird der Bestand auf nur noch etwa 2.500 Tiere geschätzt. Hauptursache für die starke Bedrohung ist das Abholzen der Regenwälder für die Holz- und Papierproduktion und vor allem auch für den Anbau von Ölpalmen in großen Monokulturen. Auf Java sind nur noch circa fünf Prozent des ursprünglichen Regenwaldes erhalten.

Im Tierpark Hellabrunn kann aktuell eine Gruppe von fünf Silbergibbons beobachtet werden. Außerdem leben im Tierpark zwei Siamangs, die ebenfalls zu den Gibbons zählen. Diese stammen von der indonesischen Insel Sumatra sowie der malaiischen Halbinsel und sind ebenso durch Bejagung und Abholzung bedroht. Insgesamt gibt es, je nach Systematik, bis zu 19 verschiedene Gibbonarten.

Wenn sich ein Gibbon-Paar gefunden hat, bleibt es für den Rest seines Lebens zusammen. Gemeinsam mit ihren noch nicht erwachsenen Jungtieren bilden sie einen kleinen Familienverband von bis zu sechs Tieren. Jeden Morgen singen die Tiere einzeln oder im Duett, um ihre Revieransprüche zu signalisieren und ihre Bindung zueinander zu stärken. Die typische, sehr bekannte Fortbewegungsweise der Gibbons ist das Schwinghangeln von Ast zu Ast. In der Regel werden Gibbons bis zu 35 Jahre alt, in Menschenobhut können sie sogar 45 Jahre erreichen.