Verleihung des Bayerischen Krebspatienten-Preises 2019

Verleihung des Bayerischen Krebspatienten-Preises 2019
Foto: © Christian Reger

Am 29. November verlieh die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern und dem VdK Bayern den Bayerischen Krebspatienten-Preis 2019 im Hörsaal Pavillon der TU München am Klinikum rechts der Isar, Ismaninger Straße 22.

Der Bayerische Krebspatienten-Preis unter der Schirmherrschaft von Melanie Huml, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, wurde im Jahr 2015 im Rahmen des 90-jährigen Bestehens der Bayerische Krebsgesellschaft ins Leben gerufen.

Seitdem werden alle zwei Jahre Kliniken in Bayern ausgezeichnet, die nachhaltige und übertragbare Konzepte für eine bessere psychoonkologische Versorgung von Krebspatienten an der Schnittstelle stationär – ambulant entwickelt haben.

„Krebspatienten brauchen gerade nach der Entlassung aus der Klinik eine nachhaltige psychosoziale Unterstützung, um mit den sozialen und seelischen Folgen der Erkrankung besser umgehen zu können. Hier sehen wir nach wie vor großen Handlungsbedarf, auch wenn sich die medizinische und psychoonkologische Versorgung in den Krankenhäusern in den letzten Jahren durch die Zertifizierung von Krebszentren deutlich verbessert hat“, betonte Prof. Günter Schlimok, Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft.

Der Bayerische Krebspatienten-Preis 2019 ist mit 5.000 Euro dotiert. Er wurde im Frühjahr 2019 an rund 400 bayerische Kliniken mit onkologischen Abteilungen ausgeschrieben.

Die eingereichten Projekte wurden durch eine fachkundige Jury nach folgenden Kriterien beurteilt:

  • Integration ins interne Entlass-Management und Qualitätsmanagement,
  • Vernetzung mit regionalen Akteuren,
  • Kommunikation mit Patienten,
  • Nachhaltigkeit, z. B. im häuslichen Umfeld etc.,
  • einfache Übertragbarkeit und Innovation.

Die ausgezeichneten Projekte unterstützen Krebspatienten nach Abschluss der akuten Krebsbehandlung bei der Rückkehr in den Alltag und bei der psychosozialen Krankheitsbewältigung und integrieren bereits bestehende psychoonkologische Angebote wie z. B. die ambulanten psychosozialen Krebsberatungsstellen der Bayerischen Krebsgesellschaft und ihre Selbsthilfegruppen.

Ausgezeichnet mit dem 1. Preis, dotiert mit 3.000 Euro, wurde das Konzept:

Das Onkologische und Palliativmedizinische Netzwerk Landshut – Kooperation als Brücke zwischen ambulantem und stationärem Sektor, LAKUMED Landshut,

Dr. Marlis Fleiser-Hartl, Dr. Ursula Vehling-Kaiser
Die Laudatio sprach Christian Bredl.

Den 2. Preis, dotiert mit 1.500 Euro erhielt das Konzept:

Implementierung einer ambulanten psychosozialen onkologischen Plattform zwischen Klinik und Praxis – Onkologisches Zentrum Traunstein, Kliniken Südostbayern AG und Gemeinsam gegen den Krebs e.V., Traunstein, Prof. Dr. med. Dirk Zaak
Laudatio sprach Dr. Christa Scholtissek.

Den 3. Preis, dotiert mit 500 Euro, erhielt das Konzept:

Integrative Onkologie – Gemeinsam.Ganzheitlich.Gegen Krebs. Klinikum St. Marien, Amberg, Dr. med. Harald Hollnberger, Doris Kölbl
Die Laudatio sprach Prof. Peter Bauer.

Mitglieder der Jury sind: Prof. Peter Bauer (Bayerischer Patienten- und Pflegebeauftragter),  Daniel Bahr (Bundesminister für Gesundheit a. D., Ressortleiter Allianz Private Krankenversicherung), Christian Bredl (Leiter Techniker Krankenkasse Bayern, Leiter AG integrierte Versorgung Healthcare Bayern e.V.), Dr. med. Christa Scholtissek (Ärztin, Mitglied im Vorstand des Vereins IKARUS e.V.), Prof. Dr. med. Günter Schlimok (Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V.) sowie Barbara Meyer (Leiterin der Selbsthilfegruppe München 30)

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