Wassercent: Chance für Trinkwasserschutz – aber bestehende Kooperationen bewahren

Wassercent: Chance für Trinkwasserschutz - aber bestehende Kooperationen bewahren

Die Stadtwerke München begrüßen die Initiative des Bayerischen Umweltministeriums zur Einführung eines Wassercents. Diese Maßnahme stellt einen bedeutenden Schritt für den Umweltschutz und die nachhaltige Wasserversorgung im Freistaat dar, denn er zielt darauf ab, Qualität und Verfügbarkeit des Trinkwassers langfristig zu sichern.

Als kommunales Unternehmen verantworten die SWM die Trinkwasserversorgung von mehr als 1,5 Millionen Menschen in der bayerischen Landeshauptstadt. Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung: „Die Wasserqualität hat für uns schon seit Jahrzehnten höchste Priorität. Der Wassercent bietet eine weitere Chance, die Qualität des Trinkwassers zu sichern und gleichzeitig die ökologische Landwirtschaft in der Region zu stärken.“ Der neu einzuführende Wassercent sollte spezifisch den Kommunen in den Wassergewinnungsgebieten zugutekommen, um so eine dauerhafte, nachhaltige Nutzung der wasserwirtschaftlichen Ressourcen Bayerns zu fördern. Das heißt, die Einnahmen aus dem Wassercent müssen verursachungsgerecht in die Wassergewinnungsgebiete zurückfließen.

Dr. Florian Bieberbach: „Der Wassercent darf aber nicht zusätzlich zu bestehenden Programmen erhoben werden, sondern muss sie berücksichtigen. Andernfalls würde er bestehende Kooperationen gefährden, die für den nachhaltigen Grundwasserschutz unverzichtbar sind.“

Im Rahmen ihrer „Initiative Ökobauern“ unterstützen etwa die SWM schon seit 1992 die lokale ökologische Landwirtschaft in ihren Trinkwassergewinnungsgebieten mit gezielten Fördermitteln, um die hervorragende Wasserqualität auch für kommende Generationen zu sichern. Mehr als 185 Landwirt*innen haben­ seither ihren Betrieb auf eine boden- und gewässerschonende ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Sie bewirtschaften eine Fläche von rund 4.650 Hektar und damit eines der größten ökologisch bewirtschafteten Gebiete in ganz Deutschland. Auch das hat dazu beigetragen, dass das Miesbacher Oberland den Rang einer Öko-Modellregion in Bayern erhalten hat.

Die SWM, ihre Vertragslandwirte und die Öko-Verbände verstehen sich als eine Interessensgemeinschaft. Als Partner arbeiten sie Hand in Hand zur Erzeugung wertvoller, heimischer Lebensmittel und zur Reinhaltung des Münchner Trinkwassers.

Die SWM setzen sich deshalb beim Bayerischen Umweltministerium weiter dafür ein, dass der Wassercent so gestaltet wird, dass er eine positive Wirkung auf die Wasserqualität sowie die beteiligten Akteure vor Ort hat und bewährte lokale Kooperationen zum Schutz von Umwelt und Wasser nicht schädigt.