
Viele Menschen infizieren sich während ihres Lebens mindestens einmal mit Humanen Papillomviren (HPV). Diese Viren können Krebs verursachen und werden überwiegend durch Kontakt mit infizierter Haut oder Schleimhaut, insbesondere im Rahmen sexueller Kontakte, übertragen. In Deutschland erkranken jedes Jahr mehr als 6.000 Frauen und 1.500 Männer an durch HPV verursachtem Krebs. Den größten Anteil daran mit etwa 4.600 Erkrankungen hat der Gebärmutterhalskrebs, gefolgt von bösartigen Tumoren am After, am Penis oder im Mund- und Rachenraum. Pro Jahr versterben in Deutschland etwa 1.600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs.
Die stellvertretende Gesundheitsreferentin Dr. Susanne Herrmann ruft daher zum Welt-HPV-Tag am 4. März auf: „Vor einer durch HPV verursachte Krebserkrankung kann eine Impfung wirksam schützen! Diese sollte möglichst vor dem ersten Sexualkontakt erfolgen, denn eine Ansteckung ist auch beim ,ersten Mal‘ möglich und die Impfung ist umso wirksamer, je früher sie gegeben wird. Die HPV-Impfung schützt nicht nur Ihr Kind, sondern zugleich auch dessen (zukünftige) Partner oder Partnerinnen.“ Die STIKO empfiehlt allen Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis zum vollendeten 17. Lebensjahr die Impfung gegen HPV. Im Alter von 9 bis 14 Jahren wird ein 2-Dosen-Schema, ab dem Alter von 15 Jahren ein 3-Dosen-Impfschema empfohlen. Falls noch nicht erfolgt, ist die J1-Untersuchung beim Kinder- und Jugendarzt eine gute Möglichkeit, eine bis dato nicht durchgeführte Impfung zu beginnen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung bis zum vollendeten 17. Lebensjahr, teils jedoch auch darüber hinaus – hier lohnt es sich, im Zweifel bei der Krankenkasse nachzufragen. Informationen zur Impfung finden sich online unter www.impfen-info.de.
Impfungen können in der Kinder- oder Hausarztpraxis durchgeführt werden. Zudem bietet die Impfstelle des Gesundheitsreferates die Impfungen bis zum vollendeten 17. Lebensjahr auf Kosten der Krankenkassen an. Eine Terminvereinbarung kann unter 233-66912 (Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und Montag bis Donnerstag von 13 bis 15 Uhr) erfolgen.
Das Gesundheitsreferat berät zudem über seine Impfberatungsstelle in der Schwanthalerstraße 69 zu allen Fragen rund um das Thema Impfungen. Die Beratungsstelle ist montags bis freitags von 11 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 233-66907 zu erreichen. Weitere Informationen sind unter www.muenchen.de/Impfen zu finden.








