Welt-Vespa-Treffen am 11. Mai im Verkehrszentrum des Deutschen Museums

Welt-Vespa-Treffen am 11. Mai im Verkehrszentrum des Deutschen Museums

Ciao, bella! – Zum fünften Welt-Vespa-Treffen werden 250 Teilnehmer im Verkehrszentrum des Deutschen Museums erwartet. Es gibt eine Vorstellung der schönsten Motorroller, eine Akrobatikshow, eine Ausstellung – und einen großen Vespa-Corso durch München

Es dürfte ordentlich brummen auf der Theresienhöhe am Samstag, 11. Mai. Dann gibt es nämlich für Besucherinnen und Besucher des Verkehrszentrums ein ganz besonderes Schmankerl: Rund 250 Fahrer mit Vespas der Baujahre 1946 bis 1957 haben sich zum „5. Welt-Vespa-Treffen“ angemeldet – und am Ende könnten es noch ein paar mehr werden. Auch für Nicht-Vespa-Fahrer gibt es dort viel zu sehen und zu erleben. „Das ist nämlich kein internes Treffen. Alle, die sich für das Thema interessieren, sind herzlich willkommen“, sagt Tobias Kapl von den „Vespa Oldtimer Freunden München“. Fürs Zuschauen im Außenbereich des Verkehrszentrums gilt: Eintritt frei. 

Der Club ist nicht zu ersten Mal im Deutschen Museum zu Gast: Zu den Treffen der Vespa-Freunde 2001 und 2006 im Innenhof des Museums kamen jeweils rund 1000 Zuschauer. „Wir hoffen, dass es in diesem Jahr im Verkehrszentrum ähnlich viele werden“, sagt Kapl. Das Programm jedenfalls kann sich sehen lassen: In Halle 1 des Verkehrszentrums zeigt Robin Davy, der Präsident der Vespa-Freunde, eine Sonderausstellung: Einige der seltensten noch erhaltenen Fahrzeuge aus den Anfangsjahren der Vespa und viele Sammlerstücke aus aller Welt werden zu sehen sein.

Abbildung: Vespa Oldtimer Freunde München

Um 13 Uhr findet dann ein „Concours d’Elegance“ statt, also die Vorstellung ganz besonderer Vespas. „Da wird im Gespräch mit dem Besitzer die ganze Geschichte dieses außergewöhnlichen Fahrzeugs erklärt“, sagt Kapl. „Es gibt zum Beispiel eine der allerersten Vespas in Deutschland zu sehen – nämlich die, die der Hersteller Piaggio für die Zulassung ans Kraftfahrtbundesamt schickte.“

Für die meisten Zuschauer dürfte aber die historische Vespa-Akrobatik-Show um 14.30 Uhr auf dem Vorplatz des Verkehrszentrums der Höhepunkt des Tages sein. Vergleiche mit Evel Knievel sind zwar fehl am Platz, aber man sieht menschliche Pyramiden auf Motorrollern oder den Sprung durch einen Feuerreifen. Um 16 Uhr fährt dann der große Corso mit allen Vespas los: vom Verkehrszentrum über den Königsplatz zum Karolinenplatz. Dort wenden die Roller-Enthusiasten und fahren zum Verkehrszentrum zurück. „Wir erwarten Freunde aus ganz Europa – und der Vespa-Freund mit der weitesten Anreise kommt sogar aus Kanada“, sagt Kapl.             

Bettina Gundler, die Leiterin des Verkehrszentrums, freut sich schon auf den Tag: „Die Vespa verkörpert italienische Lebenskultur und in ihrer Anfangszeit auch die Demokratisierung der Mobilität – als sich noch kaum jemand ein Auto leisten konnte, gab es die Vespa. Und bis heute ist sie ein sehr langlebiges Erfolgsmodell.“ Für Tobi Kapl ist die Vespa kein Fahrzeug, sondern ein Lebensgefühl: „Dieses Lebensgefühl breitete sich schon Mitte der Fünfziger aus, als die Vespa zu Reisen in die Nachbarländer verwendet wurde. Und ich persönlich habe dank der Vespa viele internationale Freundschaften geschlossen.“

Die erste Vespa kam 1946 auf den Markt und hatte einen tiefsitzenden Scheinwerfer (deshalb auch der Name des Vespa-Treffens, „Fari Bassi“, italienisch für „Lampen unten“) – und schon 1965 waren drei Millionen Vespas verkauft. Heute dürften es um die 19 Millionen verkaufte Vespas weltweit sein. Der Motorroller wurde auf der ganzen Erde in Lizenz nachgebaut – auch in Deutschland. Und hat gerade in München, der bekanntlich nördlichsten Stadt Italiens, ganz viele Fans.