Wirtschaftspreis LaMonachia 2021 verliehen

Wirtschaftspreis LaMonachia 2021 verliehen

Der Wirtschaftspreis für Frauen der Landeshauptstadt München „LaMonachia 2021“ wurde im Rahmen eines Festaktes verliehen. Bürgermeisterin Katrin Habenschaden überreichte den Preis an vier Unternehmerinnen: „Ich freue mich sehr über die vielen Bewerberinnen und bedanke mich im Namen der Stadt München. Mit ihren Geschäftsideen, ihrer Innovationskraft und vor allem ihrem unermüdlichen unternehmerischen Einsatz bereichern sie den Wirtschaftsstandort München. Als wirtschaftlich erfolgreiche Frauen sind sie wichtige Vorbilder.“ Dennoch gebe es bei der beruflichen Gleichstellung von Frauen im Arbeitsleben noch weiteren Handlungsbedarf, sagte Bürgermeisterin Habenschaden. Die Stadt München sei aber seit Jahren tatkräftig und engagiert dabei, die Chancengleichheit am Münchner Arbeitsmarkt voranzutreiben.

Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft, verwies auf die zahlreichen Frauenprojekte, die das Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) bereit hält und sieht LaMonchia als wichtiges Signal: „Mit dem städtischen Wirtschaftspreis für Frauen stellen wir den herausragenden wirtschaftlichen Erfolg von Frauen in den Mittelpunkt und würdigen ihre unternehmerischen Leistungen.“

Der Preis wurde dieses Jahr zum dritten Mal verliehen. Vergangenes Jahr musste die Verleihung pandemiebedingt ausfallen. Daher wurden 2021 vier anstelle von zwei Preisträgerinnen aus rund 56 Bewerbungen ausgewählt. Clemens Baumgärtner: „Die Kandidatinnen waren alle inspirierend und erfolgreich, ob im eigenen Unternehmen oder als angestellte Führungskraft. Sie schaffen Arbeitsplätze in überwiegend mittelständischen Betrieben und unterschiedlichsten Branchen. München hat Frauenpower und wir sind stolz, dass wir das mit LaMonachia zeigen können.“

Wirtschaftspreis LaMonachia – Die Preisträgerinnen 2021

Rosie Schuster, Gründerin und Geschäftsführerin der Techcast GmbH
Rosie Schuster ist eine Pionierin der Video- und Streaming-Technologie in München. Sie hat die Jury überzeugt, weil sie als Quereinsteigerin ein seit zwölf Jahren erfolgreiches Unternehmen der Informations- und Kommunikationsindustrie aufgebaut hat. Sie gründete Techcast 2009 und baute das Unternehmen zur Full-Service Firma mit 16 Mitarbeitenden aus.  Techcast will mit Online-Events auch einen Mehrwert für Nachhaltigkeit erzielen: Durch Technologien, auf denen digitale Veranstaltungen basieren, wird soziale und ökologische Nachhaltigkeit gefördert. Frau Schuster engagiert sich in Verbänden und für den journalistischen Nachwuchs.

Catherine Schreiber, stellvertretende Geschäftsführerin ADVITOS GmbH
Catherine Schreiber hat das weltweit erste und einzige Multi-Organ-Unterstützungsgerät ADVOS für Patienten mit Multi-Organversagen auf Intensivstationen gemeinsam mit dem Firmengründer entwickelt, auf den Markt gebracht und vertreibt dieses an deutsche Krankenhäuser. Das Zwei-Personen-Start-up hat sie seit 2006 zu einem zertifizierten Medizinprodukthersteller mit 55 Mitarbeitenden ausgebaut und zuletzt eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Millionen Euro organisiert für die Expansion in die EU und die USA. Sie engagiert sich als Coach und Beraterin für andere Gründer, insbesondere im Techbereich.

Yao Wen, Mitgründerin und Vorstandsvorsitzende, CIP Group
Der Firmenname CIP steht für Creating Intelligent Products. Die Firma besteht seit 2004. Yao Wen hat ihr Unternehmen zu einer dynamischen Holding ausgebaut, deren Erfolg auf drei Geschäftssäulen fußt: CIP bietet weltweit spezialisierte Supply-Chain-Lösungen für Industriegüter aus verschiedensten Bereichen an. Sie beliefert die deutsche Industrie unter anderem mit elektronischen Bauteilen, wie Platinen und Sensoren. Zudem entwickelt die CIP GROUP seit 2015 Mobilitätslösungen und bringt ein smart pedal vehicle auf den Markt. Das dritte Standbein sind strategische Transaktionen zwischen dem chinesischen und dem europäischen Raum. Frau Wen kam als Studentin nach Deutschland und versteht sich als Innovatorin und Brückenbauerin zwischen Fernost und westlichen Kulturen.

Katja Zukic, geschäftsführende Gesellschafterin der Gustav van Treeck – Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei GmbH
Katja Zukic hat einen über 130 Jahre alten Handwerksbetrieb  übernommen, modernisiert und auf Erfolgskurs gebracht. Die Verbindung von Kunst mit kommerziellem Erfolg hat sie zur diesjährigen Preisträgerin gemacht. Sie entwickelte eine neue Strategie, die unter anderem die Produkt-Marke „edition van Treeck“ für Glasprodukte im modernen Design hervorbrachte. Vorläufiger Höhepunkt war ein Auftrag für die Abtei Tholey, bei dem die Werkstätten die Glasfenster des zeitgenössischen Künstlers Gerhard Richter produzierten.

Eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wirtschaftskammern und dem Münchner Stadtrat hat die vier Preisträgerinnen ausgewählt. Kriterien für die Entscheidung der Jury sind wirtschaftlicher Erfolg, Innovation und Engagement. Die Preisträgerinnen erhalten jeweils eine Löwin als Schmuckstück sowie ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro.

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