Zerstörung des Uhrmacherhäusls – Wiederaufbau bleibt wichtiges Ziel

Am 1. September 2017 wurde in einer Nacht- und Nebelaktion das sogenannte Uhrmacherhäusl in der Oberen Grasstraße 1 in Giesing bis auf die Grundmauern zerstört. Seitdem versucht die Landeshauptstadt München gerichtlich den originalgetreuen und ensemblegerechten Wiederaufbau des zerstörten Gebäudes durchzusetzen. Bisher ist noch keines der zahlreichen Verfahren vor den Verwaltungsgerichten und das Bußgeldverfahren bei der Staatsanwaltschaft München I abgeschlossen.

Aktuell hat der Eigentümer des Grundstücks im Juni einen Antrag auf Vorbescheid gestellt, mit dem abgefragt wird, ob die entstandene Lücke mit einem zweigeschossigen Gebäude bebaut werden kann. Der Antrag wird derzeit von der Lokalbaukommission (LBK) geprüft, wozu sie in ihrer Funktion als Untere Bauaufsichtsbehörde verpflichtet ist.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung sowie das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege werden weiterhin die originalgetreue Wiederherstellung des Uhrmacherhäusls verlangen.

Rund um die Ereignisse in Giesing hat sich die bürgerschaftliche Initiative „Heimat Giesing“ gebildet, die mit regelmäßigen Veranstaltungen und Mahnwachen an den dreisten Abriss erinnert.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Ich bedanke mich sehr für das vorbildliche bürgerschaftliche Engagement von ,Heimat Giesing‘ und ihrer Initiatorinnen und Initiatoren. Umso bedauerlicher ist es, dass ich ihnen und allen Münchnerinnen und Münchnern auch am 3. Jahrestag der Zerstörung des Uhrmacherhäusls leider noch nicht mitteilen kann, dass der Wiederaufbau unmittelbar bevorsteht. Ich kann Ihnen allen aber versichern, dass ich weiterhin als OB mit aller Kraft dafür eintrete, dass die Verantwortlichen mit dieser illegalen Zerstörung keinen Reibach machen und das Uhrmacherhäusl wieder so aufgebaut wird, wie es war.“

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