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Zwei Unbeteiligte halten „Aggressor“ fest – Bundespolizei ermittelt nach Schlägen und Tritten

München, 06.02.2017. Zwei Männer, die am Sonntagmorgen (5. Februar 2017) am Stachus (Karlsplatz) mit der S-Bahn nach Hause fahren wollten, wurden Zeugen einer Schlägerei. Unabhängig voneinander halfen beide den vermeintlichen Aggressor bis zum Eintreffen der alarmierten Bundespolizei festzuhalten.

Ersten Ermittlungen zufolge kam es kurz vor 3 Uhr nach einem verbalen Streit am S-Bahnsteig zu einer Rangelei. Dabei soll ein 21-jähriger Pole zwei 18-Jährige aus Altenberge (NRW) körperlich attackiert haben. Während der Rangelei kam ein 26-Jähriger aus Sendling zum Bahnsteig. Er sah einen blutenden Mann und daneben eine Rangelei zweier Personen. Sofort versuchte er, den für ihn erkennbar aggressiven Angreifer zu beruhigen. Doch unvermittelt soll der 21-Jährige dann auch den Sendlinger attackiert haben. Als es einem der 18-Jährigen und dem Sendlinger gemeinsam gelang den Polen zu Boden zu bringen, kam ein 26-jähriger Türke zum Bahnsteig. Der informierte über den Notruf die Polizei und half den anderen beiden den vermeintlichen Aggressor bis zum Eintreffen einer Streife der Bundespolizei am Boden zu fixieren.

Einer der beiden 18-Jährigen erlitt bei der Attacke, bei der es zu Schlägen und Tritten gekommen sein soll, einen Nasenbeinbruch; sein Begleiter eine blutende Lippe. Der 26-Jährige aus Sendling konnte die Angriffe des Polen abwehren. Er blieb ebenso wie der Türke unverletzt.

Die Bundespolizei hat gegen den mit 2,26 Promille alkoholisierten 21-Jährigen Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Auch bei den vier anderen Beteiligten wurden Atemalkoholwerte von 0,58 bis 1,4 Promille festgestellt.