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Foto: DAK-Gesundheit/iStock

Bayern: Immer mehr Papas pflegen ihr krankes Kind

Laut DAK-Auswertung setzt sich Trend der letzten Jahre fort

Fieber, Durchfall, Beinbruch: Wenn Kinder in Bayern krank sind, werden sie immer häufiger von Vätern gesund gepflegt. Im Jahr 2015 blieb Papa bei jedem sechsten Krankheitsfall (16,7 Prozent) zu Hause – doppelt so oft wie noch im Jahr 2007. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Statistik der DAK-Gesundheit. In München und Nürnberg blieben die Väter etwas häufiger zu Hause als im Landesschnitt. Der Freistaat holt zwar auf, bleibt dennoch unter dem Bundesdurchschnitt (19,1 Prozent).

Mehr als 9.000 DAK-Versicherte aus Bayern reichten 2015 Anträge für das so genannte Kinderpflege-Krankengeld ein, davon mehr als 1.500 Männer. Im Vorjahr betrug ihr Anteil noch 15,4 Prozent. Im Jahr 2010 waren es 11,7 Prozent und 2007 gar nur acht Prozent. Der Trend der letzten Jahre setzt sich damit fort: „Die moderne Familienpolitik zeigt Wirkung, auch wenn Bayern weiter Nachholbedarf hat“, sagt Gottfried Prehofer, Landeschef der DAK-Gesundheit in Bayern.

Insgesamt kümmerten sich die Väter in den neuen Bundesländern deutlich öfter um den kranken Nachwuchs als die Väter im Westen. In Sachsen machte der Anteil der Väter, die ihre kranken Kinder betreuen, fast ein Viertel aus. In Rheinland-Pfalz hingegen lag er nur bei 13,6 Prozent. „Ein Grund wird die hohe Erwerbstätigenquote ostdeutscher Frauen sein“, vermutet Prehofer. Immerhin: Unter den 30 deutschen Städten mit den höchsten Anteilen pflegender Väter fanden sich Bayerns Großstädte Nürnberg (20,5 Prozent) und München (18,6 Prozent) wieder.

Krankenkassen springen ein, wenn Eltern mit kranken Kindern zuhause bleiben und der Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung leistet. Anspruch auf das Krankengeld haben gesetzlich versicherte Eltern von Kindern bis zwölf Jahren. Väter und Mütter mit einem Kind haben jeweils Anspruch auf zehn Arbeitstage pro Kalenderjahr. Bei Alleinerziehenden sind es 20 Arbeitstage. Die Höhe beträgt zwischen 90 und 100 Prozent des ausgefallenen Nettogehaltes. Infos auch im Internet unter www.dak.de/kindkrank.

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Kassen in Deutschland und versichert in Bayern rund 840.000 Menschen.