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Carsharing: Was tun, wenn das Auto beschädigt ist

ADAC-Checkliste für die richtige Nutzung

Carsharing hat sich inzwischen an vielen Orten im städtischen Verkehr etabliert. Die verschiedenen Systeme und Leistungen unterscheiden sich teils deutlich voneinander. Das hat auch der große ADAC-Test 2016 belegt. Welche Regeln sollten immer beachtet werden?

Ist ein Carsharing-Auto an dem angegebenen Ort nicht aufzufinden, sollte sich der Nutzer umgehend mit dem Anbieter in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen absprechen. Dasselbe gilt, wenn am Fahrzeug erhebliche Schäden festgestellt werden. Der Carsharing-Nutzer ist nicht aufgrund der Registrierung automatisch in der Haftung für mögliche Schäden. Es muss sein Verschulden vorliegen.

Wird ein Auto nicht ordnungsgemäß abgestellt und es ist ein Bußgeld zu zahlen, kann der Betreiber durch das Ein- und Ausloggen bei jeder Fahrt den Verantwortlichen ausfindig machen. Sehr häufig folgt dann auf das Knöllchen noch eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr des Carsharing-Anbieters.

Wird das ordnungsgemäß geparkte Carsharing-Fahrzeug von Dritten beschädigt, gilt: Der Kunde haftet grundsätzlich nur für Schäden, die er selbst verursacht hat. Wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein Schaden am Carsharing-Auto außerhalb der Mietzeit durch Einwirkungen Dritter entstanden ist, muss der Kunde dafür nicht aufkommen.

Auf Folgendes sollten Carsharing-Nutzer unbedingt achten:

  • Sich vor Anmietung über Preise, sonstige Gebühren
      und Extrakosten informieren.
    • Vor jeder Fahrt das Fahrzeug sorgfältig auf Schäden und
      Mängel checken. Gefundene Schäden müssen dem Anbieter
      meist direkt gemeldet oder in einem Handbuch im Auto
      eingetragen werden. Außerdem ist zu prüfen, ob alle
      wichtigen Dokumente, etwa Tankkarte, Parkkarte oder
      Parkausweis im Auto liegen.
    • Die Tankregelung vor dem Start klären: Die meisten Anbieter
      betanken ihre Wagen selbst, räumen den Nutzern allerdings
      Freiminuten ein, wenn diese das Auftanken übernehmen.
      Dafür liegen meist Tankkarten in den Carsharing-Autos bereit.
    • Den Versicherungsschutz kontrollieren.
    • Ein Unfall ist dem Anbieter unverzüglich zu melden, um das
      weitere Vorgehen zu besprechen. Keinesfalls sollte ein
      Schuldanerkenntnis unterschrieben werden. Meist ist der
      Nutzer nach den AGB auch verpflichtet, die Polizei in jedem
      Fall beizuziehen, die aber nicht jeden (kleinen) Unfallschaden
      aufnimmt. Gerade dann ist es wichtig, die Adressen der
      Unfallbeteiligten und der anwesenden Zeugen sowie die
      Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge zu notieren.
    • Vor der Fahrt sollte sich der Carsharer über die maximale
      Kilometeranzahl informieren, die eingehalten werden muss.
      Sofern eine angegebene Grenze überschritten wurde, können
      gegebenenfalls Zusatzkosten anfallen.