
Am Dienstag, 28.07.2026, gegen 20:45 Uhr, erhielt eine über 80-jährige deutsche Rentnerin mit Wohnsitz in München einen Anruf einer bislang unbekannten Täterin. Diese gab sich als behandelnde Ärztin ihrer angeblich an Krebs erkrankten Tochter aus und forderte zunächst 40.000 Euro für eine dringend erforderliche Behandlung.
Die Seniorin erkannte den Betrugsversuch sofort und wies ihren über 80-jährigen Ehemann an, den Polizeinotruf 110 zu verständigen, während sie das Gespräch mit der Anruferin fortführte.
Im weiteren Verlauf wurde die Seniorin aufgefordert, das Bargeld in einer Tüte vor ihrem Wohnanwesen abzulegen. Ein angeblicher Mitarbeiter des „ärztlichen Bereitschaftsdienstes“ werde das Geld abholen.
Unmittelbar nachdem ein 20-jähriger serbischer Tatverdächtiger ohne festen Wohnsitz als Abholer das vermeintliche Bargeld entgegengenommen hatte, wurde er von Polizeibeamten vorläufig festgenommen. Dabei wurde der Tatverdächtige leicht verletzt.
Der Tatverdächtige wurde im Anschluss zur weiteren Sachbearbeitung zu einer Polizeidienststelle gebracht und anschließend der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Ein Ermittlungsrichter entscheidet heute über den Erlass eines Haftbefehls.
Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zu möglichen Mittätern, führt das Kommissariat 61.










