
Am 24. Oktober 2025 feierte das Circus-Theater Roncalli mit seinem neuen Programm „ARTistART“ eine glanzvolle Premiere im Zeltpalast des Werksviertel-Mitte in München.
Für eine Reise in Roncallis Zauberreich der Poesie und Fantasie nahm das Publikum an diesem besonderen Abend so einiges in Kauf – sogar einen endlos scheinenden Stau. Schon früh am Abend war zu spüren, dass gefühlt halb München auf dem Weg ins Werksviertel-Mitte war, um die Premiere von „ARTistART“ zu erleben. Doch kurz vor dem Ziel verwandelten Baustellen die Zufahrt in eine echte Geduldsprobe: Die Freude auf den Abend wich zunächst der Nervosität, ob man es überhaupt rechtzeitig in das leuchtende Zelt schaffen würde.
Doch statt Hektik herrschte bei Roncalli wie immer Herz und Verständnis. Mit einem Augenzwinkern entschied man kurzerhand, den Beginn der Vorstellung um eine Viertelstunde zu verschieben – „bis alle, die sich so sehr auf diesen Abend freuen, auch wirklich dabei sein können“. Und tatsächlich: Nach und nach trafen die Gäste im Zeltpalast ein – elegante Damen in schimmernden Kleidern, Herren im Abendanzug, erleichterte Gesichter, aufgeregte Begrüßungen, herzliches Lachen.
Als schließlich die Lichter im Zelt langsam gedimmt wurden und das Orchester die ersten Takte spielte, war die Aufregung der Anfahrt längst vergessen. Ein kollektives Aufatmen ging durch das Publikum – endlich angekommen, mitten im Roncalli-Zauberland, wo Zeit und Alltag keine Rolle mehr spielen.
Das Programm „ARTistART“ ist eine Hommage an große Künstlerpersönlichkeiten wie Frida Kahlo, Pablo Picasso, Keith Haring oder Henri de Toulouse-Lautrec. Gründer und Zirkusdirektor Bernhard Paul hat die Vorstellung als farbenfrohe Liebeserklärung an die Kunst konzipiert – ein Zirkus, der Kunst nicht nur zitiert, sondern selbst zur Kunstform wird. In der Manege verschmelzen Malerei, Bewegung und Klang_zu einem Gesamtkunstwerk, das mit Fantasie, Humor und handwerklicher Präzision begeistert.
Wie stets bei Roncalli verzichtet die Inszenierung vollständig auf Tiernummern. Stattdessen stehen Artistik, Clownerie und Live-Musik im Mittelpunkt. Das Orchester unterstreicht die Szenen mit eigens arrangierten Melodien, während Lichtinstallationen und nostalgische Projektionen den historischen Zeltpalast in eine magische Galerie verwandeln. Mehr als 10.000 LED-Lichter sorgen für eine märchenhafte Atmosphäre, die an alte Varietézeiten erinnert und zugleich modern wirkt.
Zur Premiere kam auch die Münchner Gesellschaft in großer Zahl – und zeigte sich sichtlich begeistert. Schon vor Vorstellungsbeginn herrschte im Foyer festliche Stimmung, Champagnergläser klangen aneinander, und überall war Vorfreude auf die neue Roncalli-Inszenierung zu spüren. Nach dem letzten Applaus mischten sich Staunen und Begeisterung: Viele Gäste sprachen von einem „Abend voller Magie“, „einem Gesamtkunstwerk aus Licht, Musik und Emotion“ und davon, dass Bernhard Paul es immer wieder schaffe, die Menschen in eine andere Welt zu entführen.
Unter den prominenten Gästen befanden sich Nicole Belstler-Boettcher, Petra Berndt, Katharina Böhm, Michael Brandner, Cornelia Corba, Max und Inge Dietl, Fritz Egner, Ottfried Fischer, Thorsten Havener, Uli Hoeneß, John Jürgens, Michael Käfer, Alice und Ellen Kessler, Samuel Koch mit Ehefrau Sarah Elena, Lara Joy Körner, Ines Lutz, Sepp Maier, Michaela May, Jack Nasher, Ilse Neubauer, Christian Neureuther, Thomas Ohrner mit Verlobter Anne Arnholdt, Götz Otto, Bernie Paul, Georg Preuße, Otto Retzer, Sepp Schauer und Corinna Binzer, Günther Sigl, Hans Sigl, Andrea Sixt, Jutta Speidel, Lena Valaitis, Veronika von Quast, Heio von Stetten, Friedrich von Thun mit Max und Gioia von Thun, Sylvia Walker, Viola Wedekind mit Sven Waasner und Papa Michael Wedekind, Judith Williams mit Alexander Klaus-Stecher und Tochter Angelina, Pete York sowie Peter und Ursula zu Hohenlohe.
Viele von ihnen lobten die Kombination aus artistischer Perfektion, künstlerischer Raffinesse und nostalgischem Charme, die Roncalli seit Jahrzehnten auszeichnet. Besonders beeindruckt zeigte sich das Publikum von der visuellen Kraft der Inszenierung – von schwebenden Künstlern im Lichtmeer bis zu clownesken Momenten, die zwischen Lachen und Rührung pendelten.
Das Münchner Publikum spendete minutenlangen Applaus und feierte das Ensemble für seine Hingabe und Spielfreude. Auch nach Vorstellungsende herrschte ausgelassene Stimmung: In kleinen Gruppen tauschten sich Gäste über ihre Lieblingsmomente aus, lobten das Live-Orchester und die Liebe zum Detail, die in jeder Szene spürbar war.
Das Werksviertel-Mitte, in unmittelbarer Nähe des Ostbahnhofs, erwies sich erneut als idealer Spielort: zentral gelegen, urban und doch mit genügend Raum für das nostalgische Roncalli-Zelt, das wie eine kleine Wunderwelt zwischen den modernen Gebäuden leuchtet.
Mit „ARTistART“ ist Bernhard Paul und seinem Ensemble ein weiterer Meilenstein gelungen. Der Circus bleibt seiner Philosophie treu, Tradition und Innovation zu vereinen – ein Zirkus ohne Tiere, aber voller Herz, Poesie und künstlerischer Tiefe. München darf sich auf eine außergewöhnliche Spielzeit freuen, die noch bis zum 7. Dezember 2025 andauert und einmal mehr beweist, dass Roncalli weit mehr ist als eine Zirkusshow: Es ist ein Erlebnis für die Sinne – und eine Liebeserklärung an die Kunst selbst.





