
Der Fischbrunnen am Marienplatz ist wieder in Betrieb. Nach dem Einbau wasserverbrauchsparender Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR) hat das Baureferat den Brunnen vor dem Rathaus wieder aufgedreht.
Oberbürgermeister Dominik Krause: „Es freut mich, dass wir den Fischbrunnen als ersten von insgesamt 30 Brunnen binnen weniger Wochen technisch nachrüsten konnten. Dieser Brunnen ist ein wichtiges Wahrzeichen unserer Stadt und beliebter Treffpunkt auf dem Marienplatz. Der Einbau von Zeitschaltuhren ist ein guter Kompromiss, der beides ermöglicht: sprudelnde Brunnen und einen reduzierten Verbrauch von Trinkwasser. Danke ans Baureferat und die Handwerker, die die Umrüstung so schnell umgesetzt haben.“
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Der Fischbrunnen sprudelt ab sofort mit einer verkürzten Laufzeit von zwölf Stunden täglich im Zeitraum von 8 bis 20 Uhr. Die Nachrüstung mit MSR-Technik ist gerade bei älteren und größeren Brunnenanlagen alles andere als trivial. Sie ist aber ein effizientes Mittel zur unmittelbaren, ökologisch und ökonomisch wirksamen Senkung des Wasserverbrauchs, insbesondere älterer Zierbrunnen ohne verbauter Steuerungstechnik.“
Um den Frischwasserverbrauch zu senken, hat das Baureferat bereits ab 1. Juli den Wasserverbrauch der Brunnenanlagen kurzfristig um über 40 Prozent reduziert. Dafür wurden zehn der 200 Zierbrunnen, die aufgrund technischer oder örtlicher Gegebenheiten besonders viel Wasser verbrauchen, abgeschaltet und bei 56 Brunnen mit bereits verbauter Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik die Betriebszeit reduziert. So hat das Baureferat sichergestellt, dass die allermeisten Brunnen während der heißesten Tageszeiten weiterhin in Betrieb sind und gleichzeitig der Wasserverbrauch substanziell gesenkt werden konnte.
Darüber hinaus hat der Stadtrat das Baureferat am 29. Juli beauftragt, mindestens 30 Zierbrunnen mit hohem Wasserverbrauch in den kommenden drei Jahren mit MSR nachzurüsten. Ziel der Maßnahme ist das Einsparen von Frischwasser. Für die Nachrüstung von mindestens 30 Brunnen mit MSR-Technik hat der Stadtrat dem Baureferat 900.000 Euro zur Verfügung gestellt. Diese Investition amortisiert sich durch die Einsparung von Wasser- und Abwasserkosten voraussichtlich innerhalb von zwei bis vier Jahren. Zum Start der kommenden Brunnensaison können zehn weitere Brunnen nachgerüstet werden, was bis zu circa 300 Kubikmeter Wasser pro Betriebstag einspart.










