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Kaffee, Cola und Co: Koffein-Verbrauch steigt nach Zeitumstellung

Ob im Pappbecher für unterwegs, in der Lieblingstasse im Büro oder dampfend heiß am Frühstückstisch: Kaffee dürfte an diesen Tagen besonders viel und oft konsumiert werden. Denn laut einer aktuellen forsa-Umfrage der KKH Kaufmännische Krankenkasse trinkt jeder Vierte, der wegen der Zeitumstellung Probleme hat, mehr koffeinhaltige Getränke. Grundsätzlich sind Frauen stärker von den Auswirkungen der Zeitumstellung betroffen: 39 Prozent gaben an, mit Müdigkeit, Gereiztheit oder Schlafproblemen nach der Umstellung der Uhren zu kämpfen. Bei den Männern hingegen ist es nur jeder vierte Mann, der derartige Probleme spürt.

Doch wie viel Koffein ist gesund?
„Gegen einen zeitweiligen Anstieg des Koffeinkonsums ist grundsätzlich nichts einzuwenden“, sagt Simon Kopelke vom KKH-Serviceteam in Hannover. „Wichtig ist, dass sich der Verbrauch von Kaffee und Co. nach ein paar Tagen auf ein normales Niveau wieder einpendelt. Denn Koffein hat Suchtpotential.“

Koffeingehalt in Kaffee, Cola & Co.
Der Koffeingehalt einer Tasse Kaffee variiert nach Sorte, Zubereitung und Röstverfahren und liegt bei etwa 30 bis 100 Milligramm pro 100 Milliliter. In einem Espresso ist im Übrigen deutlich weniger Koffein als in normalem Filterkaffee, weil die Espressobohnen mit dem heißen Wasser nur kurz in Berührung kommen. Der stärkere Geschmack liegt in erster Linie daran, dass mehr Geschmacksstoffe aus der Bohne gepresst werden.

Das Erfrischungsgetränk Cola enthält etwa 10 Milligramm pro 100 Milliliter und ist damit deutlich koffeinärmer als Kaffee. Zu den koffeinhaltigen Getränken zählt man auch Energiegetränke, deren Koffeingehalt mit 32 mg pro 100 Milliliter deutlich über dem von Cola liegt.

Wie wirkt Koffein?
Koffein verdrängt den körpereigenen Botenstoff Adenosin, der Müdigkeit auslöst, und entfaltet so seine anregende Wirkung. Dieser aufmunternde Effekt tritt meist 15 bis 30 Minuten nach dem Verzehr ein und kann mehrere Stunden anhalten. Wie schnell das Koffein im Körper abgebaut wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Das Meinungsforschungsinstitut forsa hatte vom 12. bis 14. Oktober im Auftrag der KKH 1.000 Personen zwischen 18 und 70 Jahren zu den Auswirkungen der Zeitumstellung repräsentativ befragt.