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Foto: Markus Dorfmeister

Kaltenberger Ritterturnier: „Ritterherz“ – Die Arena-­Show 2015

Mit Lust, Herz und Übermut

Für das Kaltenberger Ritterturnier wurde mit Regisseur Till Wyler von Ballmoos, Autor Michael Peinkofer, Sprecher und Schauspieler Johannes Steck sowie – natürlich – Regisseur und Stunt-­Koordinator Mario Luraschi ein neues Dreamteam verpflichtet, das die Action, die Inszenierung und die Erzählweise der Ritter-­Show auf ein neues Level hebt

„Ritterherz“ – die Arena­‐Show 2015

Sie ist das Herzstück, die Krone des Kaltenberger Ritterturniers: die Ritter-­‐Show in der 10.000 Zuschauer fassenden Arena. Der einzige Moment, an dem sich der mittelalterliche Trubel auf Schloss Kaltenberg kurz legt und alle Aufmerksamkeit dem Turnierplatz gilt. „Ritterherz“ heißt das Live-­‐Event, das sich anschickt, alles bisher in Kaltenberg gesehene in den Schatten zu stellen. Die Veranstalter haben mächtig investiert und mit Regisseur Till Wyler von Ballmoos, Autor Michael Peinkofer, Sprecher und Schauspieler Johannes Steck sowie – natürlich – Regisseur und Stunt­‐Koordinator   Mario Luraschi ein neues Dreamteam verpflichtet, das die Action, die Inszenierung und die Erzählweise der Arena‐Show auf ein neues Level hebt.

Während der Show messen sich die Ritter in gleich zwei Turnieren – das verspricht jede Menge Action. Versteckte Agenten sorgen dafür, dass die Zuschauer selbst Teil der Handlung zu werden scheinen. Los geht es gleich mit einem besonderen Überraschungseffekt, wenn das Publikum per „Zeitmaschine“ ins Mittelalter katapultiert wird. Wie genau das geschieht, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden. „Die Arena-­Show 2015 steht für Lust, Herz und Übermut“, erklärt Till Wyler von Ballmoos. Der mehrfach ausgezeichnete Schweizer Regisseur hat in diesem Jahr die Dramaturgie und Choreographie der Show übernommen und bringt zudem sein Knowhow als Musiker in die Produktion mit ein. Für Wyler von Ballmoos, der aus dem zeitgenössischen Musiktheater kommt, sprechen seine Erfahrung und seine Vielseitigkeit. Bereits in früheren Produktionen hat Wyler von Ballmoos Laien und Profis gemeinsam inszeniert. Außerdem spricht der Schweizer sechs Sprachen und ist daher der ideale Mann, um das internationale Darsteller-­ und Regieteam in Kaltenberg zu erweitern. Die einzelnen Darsteller kommen schließlich aus Deutschland, Frankreich, Italien oder gar Tschechien.

Bereits als Kind träumte Wyler von Ballmoos von Rittern und Helden. Als er 2014 das Kaltenberger Ritterturnier das erste Mal besuchte, waren die Emotionen seiner Kindheit sofort wieder da. „Mein Kindertraum ist wahr geworden. Diese Welt faszinierte mich, ich hatte sie mir als Kind erträumt und nun existiert sie. Es war für mich wie ein Aufwachen in einer neuen alten Zeit.“ Eine Zeit, die er nun selbst mitgestaltet.

Zurückgreifen kann Wyler von Ballmoos dabei auf eine besonders kraftvolle Geschichte. Sie stammt aus der Feder von Michael Peinkofer, einem der erfolgreichsten deutschen Fantasy-­Autoren. „Wir wollten die Geschichte des Turniers moderner erzählen. Mit Kniffen und Wendungen, wie sie der Zuschauer bei einem Film oder in TV-­‐Serien erwartet“, erklärt der Autor. Kino zum Miterleben soll in der Arena geboten werden. Dank Peinkofer haben sowohl die Haupt-­ als auch Nebenrollen deutlich mehr Tiefe. „Und die Zuschauer mehr Charaktere, mit denen sie mitfiebern können.“ Etwa mit Odo, dem Diener der Königin, der mit seinen Witzen in Friedenszeiten jeden zum Lachen und in Kriegszeiten seine Feinde mit dem Schwert zum Tanzen bringt. Oder mit Königin Isabel und Prinz Siegfried, die ihr Reich zu verlieren drohen. Mit dem geheimnisvollen Fremden, von allen nur der Falke genannt, dessen ungeklärte Herkunft zum Ende der Geschichte noch von großer Bedeutung wird. Und natürlich auch mit dem Schwarzen Ritter als Barbarenfürst Mordrak, der wohl wichtigsten Figur auf dem Kaltenberger Ritterturnier.

All diesen Figuren leiht Johannes Steck seine besondere Stimme. Bereits im letzten Jahr beeindruckte der Sprecher und Schauspieler als Erzähler des Kaltenberger Ritterturniers. In diesem Jahr wechselt Steck ganz in die Arena, wo er in die Rolle des Herolds schlüpft, dessen Lebenserinnerungen in der Arena lebendig werden. Mit seiner Art, die Figuren zu sprechen, startet er bei seinen Zuhörern ein Kopfkino, das die Action und die Handlung in der Arena perfekt ergänzt. Michael Peinkofer, der Steck von gemeinsamen Projekten kennt und weiß wie dieser Stimmen anlegt, hat dem Sprecher einige der Rollen extra auf den Leib geschrieben.

Um jeden Darsteller und jede Szene richtig zum Glänzen zu bringen, wurden die Proben in diesem Jahr extrem intensiviert. „Mit zirka 400 Leuten wirken dieses Jahr so viele Darsteller wie noch nie in der Arenashow mit“, sagt Wyler von Ballmoos. Dafür wurde zusätzlich eine neue Dramaturgie und Choreographie für die Show erarbeitet. Etwa um die Gauklerkönige aus den letzten beiden Spielzeiten mit in die Handlung einzubauen. Außerdem sind erstmals gleich zwei Live-­Bands in der Show zu hören. Indem alle Aufgänge der Arena als Spielstätten genutzt werden, sind die Darsteller für den Zuschauer zum Anfassen nah und das Publikum bekommt das Gefühl mitten in der Handlung zu sein.

Das Resultat der neuen Dramaturgie und Choreographie sind große eindrucksvolle Bilder und Szenen, die sich dem Publikum ins Gedächtnis brennen. So verlangte die Geschichte nach zwei Turnieren:

„Ein festliches, traditionelles Turnier, um ritterliche Tugenden zu feiern, wie Treue, Mut, Würde, Respekt. Das zweite „Schwarze Turnier“ wird vom Barbarenfürst Mordrak ausgerichtet. Das Umkehrbild der ritterlichen Tugenden und darum sehr viel düsterer und archaischer, angereichert mit spektakulären Pferdestunts“, erklärt Regisseur Wyler von Ballmoos.

Zwei Turniere während einer Vorstellung bedeuten für Mario Luraschis Pferde und sein Stunt-­Team Höchstbelastung. „Bis zu drei Kilometer im vollem Galopp können in den zwei Stunden zusammenkommen“, weiß der hollywooderfahrene Stunt-­Regisseur. Luraschi wird daher in diesem Jahr mit gleich 18 Pferden nach Kaltenberg kommen. Auch das ist ein Rekord. Zwei der Pferde hatten eine besonders intensive Vorbereitung. Sie mussten lernen, wie man den Kampfwagen zieht, mit dem der Schwarze Ritter durch den Tunnel unter der Arena plötzlich auftaucht, um die Herrschaft an sich zu reißen und das Volk in Kaltenberg zu unterjochen.

Neben dem irrwitzigen Kampfwagen-­Stunt und den Turnierkämpfen wird im Schlachtgetümmel auch die Königsloge brennen. Die Ritter in der Arena kämpfen mit Steingeschossen und brennendem Pech gegeneinander. Mit anderen Worten: Alles ist angerichtet für eine außergewöhnliche Show, die das Publikum im Kopf wie auch im Herzen unterhält. Eine Show mit einer tollen Geschichte, in der es an Spektakel wahrlich nicht fehlt.

Die Macher von „Ritterherz“

Mario Luraschi – Er ist weltweit DER Trainer und Experte für Stuntpferde. Egal, ob es um Trick Riding, Western Reiten oder mittelalterliche Schlachten geht. Für seine Ben Hur-­‐Auftritte mir   mehrspännigen römischen Kampfwagen ist er in Fahrerkreisen berühmt. Mit spektakulären Shows trat er in Las Vegas und Disneyland auf. Er tourt durch China, Thailand oder den Oman. Seine Pferde waren in fast 500 internationalen Filmproduktionen zu sehen. Seit zehn Jahren begeistert Mario Luraschi mit der Stuntgruppe Cavalcade und mit seinen prachtvollen andalusischen Hengsten auch das Publikum des Kaltenberger Ritterturniers.

Till Wyler von Ballmoos – Der Schweizer Regisseur und Musiker ist Gewinner mehrerer Theater-­ und Musikpreise und studierte von 2006-­‐2011 Regie für Theater und Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Er arbeitet in Deutschland, Dänemark und der Schweiz und wurde mit mehreren Stipendien für seine Arbeit ausgezeichnet. Ein Aspekt, der ihm in Kaltenberg am Herzen liegt: „Die Zuschauer sollen unterhalten werde. Sie sollen im Kopf wie auch im Herzen bewegt werden.“ In seinen Theaterarbeiten beschäftigt sich Wyler von Ballmoos mit der Verbindung von medien-­ und gattungsübergreifenden Formen gepaart mit anarchischen Momenten des Spiels. „In dieser Produktion kommen durch die Zusammenarbeit mit Mario Luraschi zudem noch die spektakulären Stunts als Showelemente dazu.“

Michael Peinkofer – Michael Peinkofer ist mit rund einer Million verkauften Büchern einer der erfolgreichsten und vielseitigsten Unterhaltungsautoren Deutschlands, der sowohl im Erwachsenen-­ als auch im Kinderbuchbereich tätig ist. Er studierte in München Germanistik, Kommunikationswissenschaft und Geschichte. Bekannt wurde er 2004 durch seinen historischen Roman „Die Bruderschaft der Runen“. Zu Peinkofers beliebtesten Werken gehören seine Orks-­‐Reihe sowie die ebenfalls in Serie erscheinenden Zauberer-­ und Könige-­Sagas. Bereits im letzten Jahr wirkte er am Text der Show mit. „Ritterherz“ ist die erste komplette Story aus seiner Feder für das Kaltenberger Ritterturnier.

Johannes Steck – Die Gesamtauflage der von Johannes Steck gesprochenen Hörbücher liegt bei über drei Millionen. Bereits drei Goldene Schallplatten konnte Johannes Steck gewinnen. Vor zwei Jahren wurde er zudem mit dem Hörkules als beliebtester Sprecher ausgezeichnet. Als Schauspieler für die ARD erreichte Steck ebenfalls ein Millionenpublikum. Seine Fähigkeit, den von ihm gesprochenen Figuren nicht nur eine eigene Stimme, sondern auch Charakter und Tiefe zu verleihen, beeindruckte das Kaltenberger Publikum bereits im vergangenen Jahr, als Steck erstmals in der Rolle des Erzählers das Turnier begleitete. An Kaltenberg fasziniert Steck besonders, mit welcher Leidenschaft zahlreiche der Darsteller das Mittelalter bis ins Detail leben. Sein großer Wunsch: „Ich würde gern selbst auch mal in der Arena kämpfen oder reiten. In diesem Jahr hat das leider noch nicht geklappt.“

Weitere Informationen und Tickets unter www.ritterturnier.de