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Foto: Can Daniel Amirak

Nacht der Filmmusik München 2016

+++ Filmmusik mit Weltruf von und mit Stars der Münchner & bayerischen Szene +++ „Das Boot“, „Der Schuh des Manitu“, „Wer’s glaubt, wird selig“ und andere Highlights +++ Mit dem Münchner Rundfunkorchester +++ Studenten komponieren für Ensembles „live zur Leinwand“ +++ Einblick in das Schaffen namhafter Komponisten +++ Franz-Grothe-Preisverleihung +++ Stargast: Klaus Doldinger +++ Live-Übertragung auf BR-KLASSIK +++

Längst hat die Filmmusik Einzug in das allgemeine Konzertleben gehalten und steht auf den Programmzetteln namhafter Kulturhäuser und Klangkörper. Der Grund dafür ist so simpel wie einleuchtend: Filmmusik kaschiert nicht nur die Fehler des Regisseurs, wie Regisseur Michael Haneke es so schön formuliert hat, sondern schafft auch und v.a. authentische Momente. Sie stürzt Zuhörer in eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle, die es schwer macht, sich der Leinwand zu entziehen.

Die Nacht der Filmmusik als Pionierveranstaltung auf diesem Feld widmet sich am 5. März 2016 in der Hochschule für Musik und Theater den Highlights der filmischen Klangwelt und blickt damit zugleich auf die Vorjahre der Veranstaltung zurück, die seit 2004 wiederkehrend stattfindet. Beim „Best off“ kommen Songs und Melodien aus über 30 Kino-, TV- und Dokumentarfilmen aufs Programm, darunter Kultklassiker wie „Das Boot“, „Herbstmilch“ und „Winnetou“ sowie aktuelle Stücke aus „Meine Tochter Anne Frank“ und „Wer’s glaubt, wird selig“.

Das Besondere des Veranstaltungskonzeptes: Bespielt werden parallel verschiedene Räume der Musikhochschule. Damit wird das gesamte Haus zum Klangkörper verwandelt. Arrivierte Komponisten treffen auf junge Nachwuchskünstler. Ziel ist eine umfangreiche Auseinandersetzung mit dem Genre „Filmmusik“, das es schafft, unterschiedliche stilistische Richtungen zu vereinen. Statt globalisiertem Event greift authentische lokale Kultur, eben „Filmmusik made in Bavaria“. Besucher erwartet ein mitreißender Abend mit einer Bandbreite filmmusikalischer Werke von mehr als 50 Komponistinnen und Komponisten. Wer Geschichten mag, ist hier richtig aufgehoben.

Im Großen Konzertsaal sorgt das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung des Chefdirigenten Ulf Schirmer beim Publikum für Schmunzeln und Gänsehaut. Klaus Doldinger lässt es sich natürlich nicht nehmen, im Jahr seines 80. Geburtstages selbst das Saxophon zu schwingen. Auf den Orchesterpart folgen die Munich Sound Traxx, die mit „Raumpatrouille Orion“, „Hey, hey Wickie“ und „Männerhort“ zum Mitgrooven anregen. Im Kleinen Konzertsaal verschmelzen bei den „Stars von Morgen“ Bild und Ton: Studierende der Musikhochschule haben die drei HFF-Filme „Sibylle“, „Ohne Atem“ und „Skater 4“ neu vertont und zeigen Ausschnitte live und zur Leinwand. Auch bei der Franz-Grothe-Preisverleihung kommt der Nachwuchs zum Zug.

Wen das „Making-of“ interessiert, der erhält bei den Komponistengesprächen im gemütlichen Kaminzimmer einen einmaligen Einblick in den Schaffensprozess der Musikautoren. Namhafte Komponisten wie Christoph Zirngibl, Martina Eisenreich, Marcel Barsotti, Christian Bruhn, Enjott Schneider oder Gerd Baumann plaudern aus dem musikalischen Nähkästchen und stehen Rede und Antwort.

In der Opernschule weht dieses Jahr ein neuer Wind: Verschiedene Gruppen widmen sich hier auf ihre Art dem Thema Filmmusik. Tobias PM Schneid stellt seine Neukomposition für den 1927 gedrehten Klassiker „Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“ vor, der anlässlich des Münchner DOK.festes im Mai uraufgeführt werden wird. Die Deutsch-Brasilianerin Verena Marisa Schmidt, die bereits an Tatort-Vertonungen mitwirkte, stellt ihre Band Parasights vor. Für das 25-jährige Tatort-Jubiläum der Münchner Ermittler Batic und Leitmayr arbeiten zwei Generationen bereits fieberhaft an der Filmmusik. Regisseur Max Färberböck, bekannt durch den Kinofilm „Aimée und Jaguar“ und Kompositionsstudent Richard Ruzicka geben Preview-Einblicke in der Tatort „Mia san jetzt da wo’s weh tut“.

Neben Live-Darbietungen sind auch Sound- und Videoinstallationen geplant, bei der Studierende der HFF gemeinsam mit dem Filmkomponisten Alexander Maschke einen Bogen in die Moderne spannen und das Gebäude mit belasteter Vergangenheit nach dem Motto „Kunst sprengt Grenzen“ zu neuem, kreativen Leben erwecken.

Die Veranstaltung wird live übertragen vom Cinema-Team von BR-KLASSIK. Bühnenmoderation: Antonia Goldhammer und Matthias Keller.

Karten sind bei allen bekannten VVK-Stellen von München Ticket und an der Abendkasse erhältlich.

Samstag, 5. März 2016, Beginn 19:30 Uhr

Hochschule für Musik und Theater München (Arcisstr. 12, 80333 München)

Eintritt: € 29,– im VVK/an der Abendkasse; an der Abendkasse ermäßigte Karten zu € 16,– für Schüler/Studenten
Weitere Informationen auf: www.nachtderfilmmusik.de

Präsentiert vom Deutschen Komponistenverband Landesverband Bayern und der Hochschule für Musik und Theater München in Zusammenarbeit mit der Münchner Kultur GmbH.

Nacht der Filmmusik München 2016