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Versuchter Mord in Bogenhausen: Tatverdächtiger erhängt sich in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim

München, 23.02.2015. Wie bereits berichtet, kam es in der Nacht von Donnerstag, 22.01.2015, auf den Freitag, 23.01.2015, zu einem versuchten Tötungsdelikt in München-Bogenhausen.

Der 65-jährige deutsche Tatverdächtige schoss dabei seiner Lebensgefährtin, einer 37-jährigen Deutschen mit einer Kleinkalibrigen Pistole in das Gesicht. Die 37-Jährige wurde schwer verletzt, konnte jedoch zu diesem Zeitpunkt noch selbst die Polizei verständigen. Sie konnte zwischenzeitlich nach stationärer Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Der Tatverdächtige sprang im Anschluss an die Tat aus dem zweiten Stock des gemeinsamen Wohnanwesens und zog sich dabei mittelschwere Verletzungen zu. Er wurde vor Ort festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde Haftbefehl wegen Verdachts des versuchten Mordes erlassen.

Am gestrigen Sonntag, 22.02.2015, verständigten Beschäftigte der Justizvollzugsanstalt Stadelheim die Münchner Polizei, da sich der oben genannte Tatverdächtige in den frühen Morgenstunden auf der Krankenstation der Justizvollzugsanstalt Stadelheim in einem Zwei-Mann-Zimmer an der Aufrichthilfe seines Bettes mit einer Mullbinde erhängt hat.

Es liegen derzeit keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden vor. Die Staatsanwaltschaft München hat im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens eine Obduktion veranlasst.