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„Wir lassen die Kuh raus!“ - Andechser Molkerei Scheitz belohnt Weidegang
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„Wir lassen die Kuh raus!“ – Andechser Molkerei Scheitz belohnt Weidegang

Andechs, April 2017 – Frische Luft, weitläufige Weiden und saftiges Gras – beim ersten Weidegang im Jahr vollführen Kühe nicht selten ausgelassene Sprünge. Geht die Stalltüre auf, gibt es kein Halten mehr, die Kühe stürmen los und zeigen ihre Freude deutlich. Zu sehen war dies an diesem Donnerstagmorgen beim Andechser Bio-Bauernhof der Familie Pulfer in Tutzing. Dort informierte die Andechser Molkerei Scheitz zusammen mit Agrarexperte und Bio-Landwirt Sepp Braun über die Vorteile des Weidegangs, der neben den Milchkühen, auch den Verbrauchern und der Umwelt zu Gute kommt. Denn der Auslauf ist wesentlich für die Gesunderhaltung der Kühe sowie für eine besonders gute Milchqualität.   

Trotzdem stehen viele Milchkühe in Deutschland nicht auf der grünen Wiese, sondern im Stall. Das Problem: Für die meisten Landwirte bedeutet es Mehraufwand, die Kühe auf die Weide zu lassen. Denn Weidegang kostet Zeit, benötigt mehr Platz und verursacht höhere Kosten. „Dass so viele Kühe wie möglich auf die Weide dürfen ist unser Ziel“, sagt Barbara Scheitz, Geschäftsführerin der Andechser Molkerei Scheitz. Ihre Molkerei honoriert die Weidehaltung der BioMilchlieferanten mit einem in Deutschland einzigartigen Zuschlag auf den Milchpreis. Mit gutem Grund, erklärt Scheitz: „Beim Weidegang können die Kühe ihren Bewegungsdrang, ihr Sozialverhalten und ihre Instinkte optimal ausleben. Außerdem ist der Weidegang essentiell für hochwertige Milchqualität mit guten Omega-3 und Omega-6 Fettsäure-Werten.“   

Verbraucherwunsch: Natürliche Haltung  Das wiederum schätzen laut Scheitz viele Verbraucher. Sie legen beim Kauf ihrer Lebensmittel Wert auf eine Haltung und Fütterung, die sich an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere orientiert. Dazu verweist sie auf die Studie „Wie bio is(s)t Deutschland“, die unlängst im Auftrag der Andechser Molkerei Scheitz durchgeführt wurde. Als Gründe für den Kauf von Bio-Waren rangieren bei den Befragten unter anderem die Unterstützung einer artgerechten Tierhaltung mit 72 Prozent und die auf eine nachhaltige Landwirtschaft ausgelegte Herstellung mit 68 Prozent ganz vorn. „Dabei profitieren Verbraucher auch ganz direkt davon, dass die Kühe täglich frisches Gras, Kräuter und Klee essen. Die Milch von Weidekühen hat nämlich einen höheren Wert an Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien“, sagt Scheitz.   

Agrarexperte Sepp Braun betont die Vorteile für die Böden, die die Kuhhaltung im Freien hat. Braun hat sich zudem ganz der Erforschung der Bodenfruchtbarkeit bei einer ökologischen Bewirtschaftung verschrieben. Er ist hier ein Vorbild für den Aufbau fruchtbarer Böden und die Weiterentwicklung des Ökolandbaus. Braun ist überzeugt, dass Bodentiere alles herstellen, was Pflanzen brauchen und sieht Regenwürmer als einen wichtigen Indikator für die Erdfruchtbarkeit. „Nur in einem gesunden Boden wachsen gesunde Pflanzen. Und die sind Voraussetzung für gesundes Futter und damit letztlich auch für Milch und Käse von hoher Qualität und einen gesunden Menschen“, erklärt Braun.

Andechser Kuh-Challenge 2017 startet am 1. Juli Was bedeutet Weidegang für Kuh, Bauer und Milch? Wie viel Zeit verbringen die Kühe draußen? Welchen Weg legen Kühe an einem Weidegang-Tag zurück? Antworten auf diese Fragen und weitere Informationen rund um den Weidegang der Andechser Bio-Milchkühe finden Interessierte auf der Internetseite www.andechser-natur.de. Passend zum Thema ruft die Molkerei zudem ab dem 1. Juli zur „Kuh Challenge“ auf und lädt dazu ein sich sportlich mit den Kühen auf der Weide messen. Die Teilnahmebedingungen und alle Details zur Aktion sind ab dem 1. Juni unter www.kuh-challenge.de abrufbar.