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Deep Purple in der Olympiahalle München

Back to the Future – Deep Purple in der Olympiahalle München

Die 70er-Jahre-Kultrockband gab sich am 26.11.2015 in der Münchner Olympiahalle die Ehre – und bewies: neben den alten Klassikern, viel Hippie-Rock-Charme und musikalischen Soli, bei denen sich die Musiker fast schon in Extase klimperten, können Deep Purple auch mit der jungen Generation mithalten. Ein Rockfest mit vielen Nostalgie-Momenten und fetzigen Ausflügen in die Moderne.

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Deep Purple-Fans, Altrocker, Hippiekinder und einige aufgeregt schwitzende Mittfünfzigerinnen befanden sich am Donnerstag, den 26.11.2015, im Ausnahmezustand: Deep Purple in the house!

Der Abend startete mit der heiß gehandelten und vielversprechenden Band „Rival Sons“, die derzeit recht einstimmig von Presse und Kritikern in den Himmel gelobt werden. Die Erwartungshaltung war dementsprechend hoch und wurde nicht enttäuscht.

Als dann die sehnlich erwarteten „Deep Purple“ die Bühne betraten, war die Begeisterung im Publikum hoch. Die Band zündete mit „Killing Machine“ als Opener ein ordentliches Rock-Feuerwerk, und schob gleich noch drei weitere Klassiker aus ihrer erfolgreichsten Zeit in den 70ern hinterher. Die Olympiahalle, die leider nur halbvoll war, jubelte.

Teils fühlte man sich entführt in die wilden 70er, hatte die legendären Auftritt der Band vor Augen und ließ sich samt den psychedelischen Hintergrundbildern gerne in den Bann der Hippierocker ziehen. Ian Gillan überzeugte stimmlich – auch, wenn er mit seinen 70 Lenzen des Öfteren längere Verschnaufpausen brauchte, in denen sich Deep Purple-Urgestein Ian Paice, bereits seit 48 Jahren Bandmitglied bei der Rockformation, Keyboarder Don Airey und Gitarrist Steve Morse minutenlang verkünstelten. Die langen Soli, in denen die Stimmung im Publikum nach einer gewissen Zeit etwas abflaute, sind aber so ziemlich der einzige Kritikpunkt, den man anbringen kann.

Auch die neueren Songs der Band kamen gut an und bewiesen: diese Band ist absolut nicht „vom alten Eisen“ und kann musikalisch und stimmlich gut mit der neuen Rockgeneration mithalten. Die Zeitreise von den gefeierten 70er Jahren bis hin in die Moderne ist Deep Purple definitiv gelungen. Und spätestens, als die berühmten Songs „Smoke on the water“, „Highway star“ und „Hush“ durch die Olympiahalle tönten, konnte sich auch der letzte Konzertbesucher nicht mehr auf seinem Stuhl halten.

Unser Fazit: ein gutes Konzert einer legendären Band, die man auf jeden Fall live erleben sollte.
(S. Chmiel)