
Von wegen ein Großfeuerwerk ist nicht mehr zeitgemäß! Beim „Sommernachtstraum“ im Olympiapark verbrennen und explodieren die über 30.000 Feuerwerkskörper nahezu rückstandsfrei. Von 80 Positionen aus auf und rund um den Olympiasee wird also quasi umweltfreundlich geschossen. Und das auch 2023 wieder gewaltig und extrem spektakulär. Die Inszenierung von Thomas Jorhann und Parente Fireworks aus Italien hat es erneut ziemlich in sich und sorgt für vor Staunen offene Münder auf dem Gelände. Dabei stand die Sensationsshow laut Ansage sogar kurz vor dem Aus. Die verheerenden Unwetter der letzten Woche hatten den bereits begonnen Aufbau unterbrochen bzw. vieles zerstört, was bereits an seinem Platz war. Glücklicherweise könnte aber aus Italien Nachschub und Ersatz besorgt werden. Wäre auch zu schade gewesen, wenn das Farb- und Feuerinferno dieses Jahr ausgefallen wäre. So aber kommen 33.000 Besucher in den Genuss von viel Rot und besonders viel Gold. Die Farbpalette wird dabei zum offiziellen Motto „Spectacular Colours“ zusehends aufgefächert – fantastisch! Mobiles Album>>
Fotos: Iris Dawid
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Auch das Musikprogramm war breit aufgestellt und sorgte bei heißen Temperaturen für beste Unterhaltung. Auf der Halbinsel ging es mit Djs, den Jazzern Fazer aus München und der Popsängerin Noga Erez aus Israel eher hip und chillig zur Sache, während es auf der Hauptbühne am Hans-Jochen-Vogel-Platz (ehemals Coubertinplatz) poppig, rockig und groovy war. Rahel aus Wien lieferte freshe Singer/’Songwriter-Sounds, während es Juli mit „Irgendwann“, „Regen und Meer“ und natürlich dem Hit „Die perfekte Welle“ gehörig „krachen“ ließen. Gentleman kann dann sogar noch mehr Freude und Stimmung auf prall gefüllten Platz generieren. Mit Songs wie „Garten“, „Leave Us Alone“ und „What Dem A Gon Do“ hält er die Reggae-Fahne stolz und wohlklingend metaphorisch in die Höhe. Mit dem „Redemption Song“ seines Vorbildes Bob Marley entlässt der deutsche Reggae-Musiker aus Osnabrück alle dann alle glücklich in die Nacht.
Bzw. er entlässt sie in Richtung Olympiasee, wo um kurz nach zehn der Funke über eine halbe Stunde auf die begeisterten Fans überspringt. Die musikalische Untermalung zum Beispiel mit „Who Wants To Live Forever“ von Queen sorgt zusätzlich für eine gewisse Erhabenheit und Majesthetik der Optik.
„Sommernachtstraum“ ein wahres Fest für alle Sinne.
(Martin Buchenberger)










