
Regen, Livemusik und jede Menge gute Laune: Das Downunder Fest 2026 ist am Freitag auf dem Münchner Rindermarkt gestartet.
München kann an einem Freitagabend Ende August vieles sein. An diesem Freitag war die Stadt vor allem eines: ein kleines Stück Downunder.
Am 28. August ist das Downunder Fest 2026 auf dem Rindermarkt gestartet – und das Wetter hatte dabei offenbar seine ganz eigenen Pläne. Immer wieder zog Regen über den Platz. Doch wer zum Auftakt gekommen war, ließ sich davon die Stimmung nicht verderben. Unter den großen Schirmen wurde zusammengerückt, gesungen, getanzt und vor allem gefeiert.
Den musikalischen Auftakt machte JC & The Tree. Die australische Band brachte bereits am frühen Abend den Sound und die Energie mit, für die das Festival steht: entspannt, herzlich und mit ordentlich Livemusik im Gepäck. Danach übernahmen Sunday Lemonade und sorgten dafür, dass sich der Rindermarkt trotz grauem Himmel immer mehr wie ein Festivalgelände anfühlte.
Den Abschluss des ersten Festivaltages übernahm schließlich Caitlin Dalton. Die deutsch-australische Singer-Songwriterin brachte eine besondere Atmosphäre auf die Bühne und setzte einen stimmungsvollen Schlusspunkt unter den Eröffnungsabend.
Regen? Na und!
Wer am Freitag auf perfektes Sommerwetter gehofft hatte, musste sich umstellen. Wer dagegen einfach Lust auf einen guten Abend hatte, war genau richtig.
Der Regen sorgte zwar dafür, dass nicht jeder Besucher unter den Schirmen einen trockenen Platz ergattern konnte. Trotzdem blieb die Stimmung bemerkenswert gelassen. Vielleicht liegt genau darin ein Teil des Downunder-Gefühls: Nicht alles muss perfekt sein, Hauptsache, die Menschen haben gemeinsam eine gute Zeit.
Und genau das war auf dem Rindermarkt zu spüren. Zwischen Regenschauern wurde mitgesungen, an manchen Stellen getanzt und immer wieder herzlich gelacht. Die Mischung aus Münchner Publikum und australisch-neuseeländischer Festivalatmosphäre funktionierte auch im Regen erstaunlich gut.
Bayern trifft Downunder
Das Downunder Fest bringt bereits zum vierten Mal australisches und neuseeländisches Lebensgefühl mitten ins Zentrum Münchens. Veranstaltet wird es vom Australisch-Neuseeländischen Kulturverein Deutschland (ANKD) gemeinsam mit Munich Sessions und dem australisch geführten Café Lost Weekend.
Noch bis Sonntag, 30. August, verwandelt sich der Rindermarkt in einen Treffpunkt für Musikfans, Sportbegeisterte und alle, die neugierig auf die Kultur Downunders sind.
Dabei bleibt es nicht bei Livemusik. Australische Klassiker wie Meat Pies und Fish & Chips gehören ebenso zum Programm wie Bush Dancing mit den „Waltzing Matilda’s“ und spektakuläre Einblicke in Australian Rules Football. Für Sportfans zeigen die Munich Kangaroos, Deutschlands ältestes Australian-Rules-Football-Team, was den schnellen und körperbetonten Sport so besonders macht.
Auch im Glas wird die Verbindung gefeiert
Natürlich darf bei einem Festival, das deutsche Bierkultur mit Downunder verbindet, das passende Getränk nicht fehlen. Neben Paulaner und Guinness steht mit Coopers auch ein Stück australischer Biergeschichte auf der Getränkekarte.
Die älteste familiengeführte Brauerei Australiens verbindet dabei zwei Welten: gebraut wird bis heute nach den strengen Vorgaben des deutschen Reinheitsgebots. Ein ziemlich passendes Detail für ein Festival, dessen Grundidee genau darin besteht, Unterschiede zu feiern und Gemeinsamkeiten zu entdecken.
Drei Tage Downunder mitten in München
Der Freitag hat jedenfalls gezeigt, dass das Konzept funktioniert – auch wenn Petrus beim Auftakt nicht unbedingt auf Festivalmodus eingestellt war.
Die Musik lief, das Publikum blieb und die Regenschirme wurden kurzerhand Teil des Bühnenbilds. Vielleicht hätte der Abend bei strahlendem Sonnenschein ganz anders ausgesehen. Aber vielleicht hätte er dann auch ein kleines Stück von dem verloren, was das Downunder Fest ausmacht: eine unkomplizierte Atmosphäre, gute Musik und Menschen, die sich von ein paar Regentropfen nicht die Laune verderben lassen.
Und so ist das Downunder Fest 2026 am Freitagabend genau so gestartet, wie man es sich wünschen konnte: mit Musik, guter Stimmung und einem Rindermarkt, der für ein paar Stunden deutlich mehr nach Melbourne, Sydney oder Auckland als nach Münchens Altstadt klang.
Das Wochenende ist damit erst eröffnet.










