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Montag, 20 Juli 2026
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Empathie, Musik und Begegnungen: Tollwood zieht positive Festivalbilanz

Empathie, Musik und Begegnungen: Tollwood zieht positive Festivalbilanz
Foto: Alexander Scharf

730.000 Menschen erlebten große und kleine Begegnungen mit Gefühl auf dem Tollwood Sommerfestival – Vorfreude auf das Tollwood Winterfestival ab 24. November

„Music was my first love …“ – kaum erklingen die ersten Takte, singt das ganze Amphitheater. Es wird für einen Abend zum größten Chor der Stadt. Wenige Meter weiter in der Herzkammer am Haupteingang ist es ruhig, nachdenklich. Eine Frau liest konzentriert die Zeilen, die andere hinterlassen haben, ein junger Mann schreibt an einem Tisch. Momente wie diese haben das Tollwood Sommerfestival in den vergangenen vier Wochen geprägt und das Festivalmotto „Mit Gefühl statt nur dabei – die Rückeroberung der Empathie“ zum Tollwood Sommerfestival mit Leben gefüllt: in großen Augenblicken, aber auch in unzähligen kleinen Begegnungen – beim gemeinsamen Essen, beim Stöbern auf dem Markt der Ideen oder im Gespräch mit Unbekannten.

Rund 730.000 Menschen haben das Tollwood Sommerfestival vom 19. Juni bis 19. Juli im Olympiapark Süd erlebt. Die große Hitze der ersten knapp zwei Wochen sorgte für einen verhaltenen Start. Als die Temperaturen sanken, füllte sich das Gelände Tag für Tag umso mehr. Die zweite Festivalhälfte und ein starker Endspurt zeigten, wie sehr die Menschen das Festival genossen. Zwischen internationalem Kunsthandwerk und Bio-Gastronomie ließ sich die Welt mit allen Sinnen entdecken. Im Andechser Zelt spielten 68 Bands mit rund 350 Musiker*innen, in der Half Moon Bar lernten hunderte Menschen neue Tanzschritte, 10.450-mal setzten Tänzer*innen die Kopfhörer für die beliebte Silent Disco auf, und rund 3.500 Menschen sangen beim Rudelsingen begeistert mit.

Unter dem anatomischen Herzen
Wer die Herzkammer unter der großen Herzskulptur betrat, wechselte vom Trubel in die Stille. Fast 2.000 Menschen schrieben dort ihre Gedanken auf – über Abschied, Krankheit, Hoffnung oder die Liebe ihres Lebens. Andere nahmen sich Zeit, diese Geschichten zu lesen. Auch die Performance „The Trip“ bewegte viele Menschen, das Video auf Tollwoods Instagram ging sogar viral und machte sie weit über München hinaus bekannt. Im Amphitheater lockte das internationale Performanceprogramm insgesamt rund 29.000 Gäste.

32 Konzerte in der Musik-Arena begeisterten rund 155.000 Fans. Ob der letzte große Auftritt von Gerhard Polt mit den Well Brüdern, der gleich an zwei Abenden insgesamt 8.000 Menschen mit seiner Ironie auf den Alltag blicken ließ, oder Deine Freunde, die die jüngsten Musik-Begeisterten mitsingen ließen – unzählige musikalische Momente bezauberten. Mit 17 Konzerten war mehr als die Hälfte der Veranstaltungen ausverkauft. „Doch nicht die Zahlen entscheiden, sondern die Emotionen, die in der Musik-Arena jeden Abend zu spüren sind. Und diese waren für die Bands und uns wieder einmal herausragend“, sagt Mathias Schaettgen, verantwortlich für das Line-Up. Kinder entdeckten Tollwood mit derselben Neugier wie ihre Eltern. Sie kochten Bio-Gerichte, gestalteten Collagen und Skulpturen oder griffen beim Instrumentenkarussell zum ersten Mal nach einem Cello. Mehr als 1.250 Kinder gingen bei der Sonntagsrallye auf Entdeckungstour.

Blick nach vorne auf den Winter
Was bleibt, sind die vielen großen und kleinen Momente, die das Tollwood Sommerfestival geprägt haben: wenn Tausende Menschen gemeinsam singen, Fremde miteinander ins Gespräch kommen oder persönliche, handgeschriebene Zeilen Menschen berühren, die sich nie begegnen werden. Vier Wochen lang hat Tollwood sein Festivalmotto „Mit Gefühl statt nur dabei – die Rückeroberung der Empathie“ mit Leben gefüllt.

Nach dem Festival ist vor dem Festival. Ab 24. November kehrt Tollwood mit dem Winterfestival auf die Theresienwiese zurück. Im Theaterzelt „Grand Chapiteau“ stehen unter dem Motto „MADE TO MOVE YOU“ drei international ausgezeichnete Produktionen auf dem Programm. Den Auftakt macht „Ten Thousand Hours“ der australischen Compagnie Gravity and Other Myths (25. bis 29. November) – eine energetische Mischung aus Akrobatik, Livemusik und körperlicher Höchstleistung. Es folgt die Deutschlandpremiere von „Triptych“ des australischen Choreografen Lewis Major (2. bis 9. Dezember), eine bildgewaltige Tanzproduktion. Vom 12. bis 20. Dezember entführt „Mad in Finland“ von Galapiat Cirque das Publikum in eine poetische Welt aus Zirkuskunst, finnischem Humor und Schneegestöbermythologie. Tickets gibt es ab 39 Euro (ermäßigt ab 29 Euro) auf www.tollwood.de sowie bei München Ticket und Eventim; bis 31. Juli gelten Early Bird Preise ab 33 Euro (ermäßigt ab 24 Euro).

Auch für den Sommer 2027 stehen die ersten Konzerte in der Musik-Arena schon fest: Kool Savas (19. Juni), dicht & ergreifend (2. Juli), Querbeat (3. Juli), Sarah Connor (9. Juli), Joe Bonamassa & Marc Broussard (12. Juli), Matthias Reim (14. Juli) und MEUTE (17. Juli). Tickets gibt es über die Tollwood-Tickethotline 089 38 38 50 0, unter www.tollwood.de, bei München Ticket und Eventim. Weitere Künstlerinnen und Künstler folgen.