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Mittwoch, 3 Juni 2026
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Gewässerqualität der Münchner Badeseen im grünen Bereich

Gewässerqualität der Münchner Badeseen im grünen Bereich

Zum Start der Badesaison 2026 ist die Gewässerqualität bei allen acht Münchner Badeseen im grünen Bereich. Dass das Baden überall bedenkenlos möglich ist, haben die ersten beiden Probennahmen dieses Jahres durch das Gesundheitsreferat ergeben. Die hygienischen Anforderungen an die Wasserqualität der Badeseen werden ausnahmslos eingehalten. Bereits während der Badesaison 2025 lagen alle ermittelten Bakterienkonzentrationen ausnahmslos im unbedenklichen Bereich.
Auch in der diesjährigen Badesaison von Mai bis September wird das Gesundheitsreferat wieder die Wasserqualität in den acht Badeseen mittels mikrobiologischer Wasseruntersuchungen regelmäßig kontrollieren. Die Überwachung hat im Mai begonnen. Die monatlichen Probenahmen werden gemäß den Vorgaben der Bayerischen Badegewässerverordnung (Bay-BadeGewV) durch Ortsbegehungen in 14-tägigem Abstand ergänzt. Die Untersuchungsergebnisse werden unter www.muenchen.de/badeseen veröffentlicht.

Die Bewertung der Badegewässerqualität erfolgt mittels eines speziellen statistischen Verfahrens, der so genannten Konformitätsberechnung, für jede EU-Badestelle separat. Hierbei werden retrospektiv immer nach dem Ende jeder Badesaison die Messwerte des laufenden Jahres und die der drei vorangegangenen Jahre erfasst. Für die Erstbewertung der EU-Badestelle „Riemer See – Nord“, die 2023 als neue EU-Messstelle angemeldet wurde, kann gemäß den Vorgaben der Bayerischen Badegewässerverordnung davon abweichend ein Betrachtungszeitraum von drei Jahren (2023-2025) gewählt werden, da mindestens 16 Einzelproben vorliegen. Sieben von acht Münchner Badeseen haben dabei regelmäßig das Prädikat „ausgezeichnet“ erhalten. Die EU-Badestelle Riemer See-Süd erhielt aktuell das Prädikat „gut“, die EU-Badestelle Riemer See-Nord „mangelhaft“. Diese Einstufung ist auf zwei kurzzeitige Verschmutzungen, eine im Jahr 2023, eine im Jahr 2024, zurückzuführen, was aufgrund der EU-Konformitätsberechnung mehrerer Jahre zu dem retrospektiven Gesamturteil „mangelhaft“ geführt hat.

Die Verschmutzungen waren vermutlich durch den Eintrag von Wasservögeln verursacht worden. Die Stadt München hat deshalb seit Sommer 2024 mehrere Maßnahmen eingeleitet. Die Grünflächen werden öfter gemäht, wodurch Vogelkot mit abgesammelt wird und nicht mehr in den See gelangen kann. Krähensichere Mülleimer mit höherer Entleerungsfrequenz und eine strengere Durchsetzung des Fütterungsverbots sorgen ebenfalls für eine Verringerung der Verschmutzung durch Vögel. Die durchweg unauffälligen Beprobungen aus der Badesaison 2025 und auch die ersten Untersuchungsergebnisse aus dem Jahr 2026 belegen, dass sich die Maßnahmen unmittelbar positiv auf die Wasserqualität auswirken und die Qualitätsanforderungen der BayBadeGewV wieder durchgängig eingehalten werden. Auch nach Einschätzung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit besteht angesichts dieser Entwicklung für die Badesaison 2026 keine Notwendigkeit, für die Badestelle „Riemer See – Nord“ Nutzungseinschränkungen oder ein Badeverbot auszusprechen.

Damit der Spaß am und im kühlen Nass bei Sonnenschein ohne Folgen bleibt, erinnert das Gesundheitsreferat an ausreichenden Sonnenschutz. Dies gelingt allgemein am besten durch Reduzierung der Aufenthaltszeiten bei starker Sonneneinstrahlung, Bevorzugung von Schattenbereichen sowie durch Schutz der Haut und der Augen durch Bekleidung, Sonnencreme und Sonnenbrille.