
Nachhaltigkeit beginnt nicht in der Krise, sondern lange davor
Während München derzeit über den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser diskutiert und die Landeshauptstadt ihre Bürgerinnen und Bürger zum Wassersparen aufruft, verfolgt Haderner Bräu einen Weg, der bereits vor mehr als fünf Jahren begonnen hat: Wasser ist für uns keine selbstverständliche Ressource, sondern die wichtigste Grundlage für gutes Bier.
Die anhaltende Trockenheit und die außergewöhnlich niedrigen Grundwasserstände zeigen eindrucksvoll, dass Wasser heute mehr denn je geschützt werden muss. Gerade in einer Brauerei, in der Wasser nicht nur Rohstoff, sondern Herzstück jedes einzelnen Bieres ist, wächst daraus eine besondere Verantwortung.
Als Haderner Bräu die neue Brauerei plante, stand deshalb von Anfang an eine zentrale Frage im Raum: Wie lässt sich hervorragendes Bier brauen und gleichzeitig jeder Liter Wasser möglichst sinnvoll nutzen?
Die Antwort findet sich heute in der gesamten Brauerei.
Wo früher Wasser nach einem einzigen Einsatz häufig ungenutzt abfloss, wird es bei Haderner Bräu intelligent mehrfach verwendet. Moderne Ein-Tank-Vergärung reduziert unnötige Prozessschritte. Intelligente Wasserwiederverwendung in den CIP-Reinigungsanlagen sorgt dafür, dass wertvolles Wasser dort erneut eingesetzt wird, wo höchste Hygiene gewährleistet werden kann. Effiziente Sprühköpfe benötigen weniger Wasser bei gleicher Reinigungsleistung. Ein moderner Pfannendunstkondensator gewinnt zudem Wärme aus dem Brauprozess zurück und senkt gleichzeitig den Energiebedarf.
Das Ergebnis ist messbar:
Haderner Bräu benötigt heute rund 20 bis 25 Prozent weniger Wasser als viele vergleichbare Brauereien ähnlicher Größe.
Doch hinter dieser Zahl steckt weit mehr als moderne Technik.
Sie steht für eine Haltung.
Denn jeder eingesparte Liter bedeutet, dass weniger Wasser gefördert werden muss. Jeder vermiedene Energieverbrauch entlastet Klima und Umwelt. Und jeder effizient gestaltete Prozess zeigt, dass Nachhaltigkeit nicht Verzicht bedeutet, sondern kluge Planung.
Wer durch die Brauerei geht, erlebt keinen Zufall, sondern viele kleine Entscheidungen, die ineinandergreifen wie Zahnräder eines Uhrwerks. Jede Leitung, jeder Tank und jeder Wärmetauscher verfolgt dasselbe Ziel: aus möglichst wenig Ressourcen das Beste herauszuholen.
Dabei bleibt eines unverändert.
Die Leidenschaft für gutes Bier.
Denn Nachhaltigkeit darf niemals auf Kosten der Qualität gehen. Im Gegenteil. Weniger Produkttransfers und kurze Prozesswege sorgen dafür, dass die Aromen besonders frisch erhalten bleiben und jede Sorte ihren charakteristischen Geschmack entfalten kann.
„Für uns beginnt Nachhaltigkeit nicht erst dann, wenn Wasser knapp wird. Sie beginnt bereits bei der Planung einer Brauerei. Schon vor fünf Jahren haben wir unsere Prozesse darauf ausgelegt, Wasser und Energie so effizient wie möglich einzusetzen. Dass dieses Thema heute in der öffentlichen Diskussion angekommen ist, bestätigt unseren Weg“, erklären Marta und Thomas Girg von Haderner Bräu.
Die aktuelle Debatte macht deutlich, dass Unternehmen künftig stärker gefordert sein werden, Verantwortung für natürliche Ressourcen zu übernehmen. Gerade regionale Brauereien können dabei zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Handeln keine Gegensätze sind.
Haderner Bräu versteht Nachhaltigkeit deshalb nicht als Marketingbegriff, sondern als festen Bestandteil des täglichen Handelns. Moderne Brautechnik, kurze Transportwege, regionale Verbundenheit und ein bewusster Umgang mit Energie und Wasser gehören ebenso selbstverständlich dazu wie höchste handwerkliche Qualität.
Wasser ist weit mehr als ein Rohstoff.
Es ist Ursprung jedes Bieres.










