München Klinik informiert über effektiven Schutz vor der Grippewelle

München Klinik informiert über effektiven Schutz vor der Grippewelle

Mit der Umstellung auf die Winterzeit beginnt die dunkle Jahreszeit und damit auch die Grippesaison. Die Grippe (Influenza) ist eine Virusinfektion, die durch Husten oder Niesen übertragen wird und in der Regel etwa drei bis fünf Tage anhält, bei Risikogruppen aber auch zu schweren Krankheitsverläufen führen kann.

Regelmäßiges Impfen senkt das Ansteckungsrisiko
Wer es dieses Jahr noch nicht getan hat, sollte sich jetzt gegen die Influenza impfen lassen. Denn der Impfstoff verliert nach etwa einem Jahr an Wirksamkeit, außerdem sinkt bei Menschen, die sich regelmäßig impfen lassen, das Ansteckungsrisiko nachweislich. Nachdem sich der trivalente Grippeimpfstoff gegen die letztjährigen Influenzaviren als wirkungslos erwiesen hat, erhalten auch Kassenpatienten in dieser Saison erstmals den quadrivalenten Impfstoff. Vorsorgen sollten vor allem ältere Menschen ab einem Alter von 60 Jahren, schwangere Frauen und Menschen mit chronischen Vorerkrankungen. „Insgesamt ist die Grippe an sich keine schlimme Erkrankung und es muss bei unkomplizierten Verläufen auch kein Grippetest durchgeführt werden. Chronisch Kranke sollten allerdings besonders auf sich achten und im Zweifelsfall rechtzeitig den Hausarzt aufsuchen“, erläutert Prof. Christoph Dodt, Chefarzt des Notfallzentrums der München Klinik Bogenhausen, das richtige Verhalten während der Grippezeit. Besonders ansteckungsgefährdet sind Kinder, die im Kindergarten oder in der Schule häufig mit Viren und Bakterien in Kontakt kommen, sowie deren Eltern. Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben auch Pendler in öffentlichen Verkehrsmitteln. Menschen mit erhöhtem Ansteckungspotenzial sollten ein Beratungsgespräch mit ihrem Hausarzt führen, ob eine präventive Schutzimpfung sinnvoll sein kann.

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Handhygiene, Desinfektion und richtiges Händewaschen wehren die Grippe ab
Die richtige Handhygiene ist ein ebenso simpler wie wirksamer Weg, um sich gegen den Grippevirus zu schützen. Die Mitarbeitenden der München Klinik gehen mit gutem Beispiel voran und veranstalten regelmäßig an allen Standorten Aufkläraktionen für Patienten und Angehörige.

Bis zu 32 Mal desinfiziert sich eine Pflegekraft in der München Klinik auf der Intensivstation pro Patient und Tag die Hände
Keime lauern von Türklinken bis hin zu den Haltevorrichtungen der U-Bahn überall und durch sorgsame Handhygiene lassen sich bis zu 35 Prozent der Krankenhausinfektionen verhindern, darunter auch die Ausbreitung der Grippeviren. Das Team der Klinikhygiene rät auch Besuchern zur Vorsicht und klärt bei der Anmeldung über die nötigen Maßnahmen auf. Ohne Schutzkittel, Mund- und Nasenschutz und vorherige sowie anschließende Händedesinfektion sollte in der Grippesaison kein Krankenzimmer betreten werden. Außerdem sollten beim Husten und Niesen immer Mund und Nase bedeckt werden und wer bereits erkrankt ist, sollte sich zuhause auskurieren.

Händewaschen in fünf Schritten:

  • Halten Sie die Hände unter das fließende Wasser und wählen Sie eine Temperatur, die für Sie angenehm ist. Ob warmes oder kaltes Wasser, ist für die Handhygiene nicht entscheidend.
  • Seifen Sie die Hände gründlich ein. Denken Sie an Handrücken, Fingerspitzen, Zwischenräume, Daumen und Fingernägel.
  • Reiben Sie die Seife etwa 20 bis 30 Sekunden lang ein.
  • Spülen Sie die Hände danach unter fließendem Wasser ab.
  • Trocknen Sie die Hände danach sorgfältig ab, auch in den Fingerzwischenräumen. In einem geteilten Haushalt sollte jeder ein eigenes Handtuch verwenden.

Profi-Tipps zur richtigen Händedesinfektion:
Ausreichend Desinfektionsmittel in die trockenen Hände geben und 30 Sekunden lang gründlich einreiben:

  • auf der Handinnenfläche und dem Handrücken
  • zwischen den gespreizten Fingern
  • am Daumen
  • auf den Fingerkuppen und dem Nagelfalz

Das Personal der München Klinik lässt sich regelmäßig impfen
Als medizinisches Personal gehören Ärzte, Pfleger und andere Krankenhausmitarbeiter ebenfalls einer Risikogruppe für Grippeerkrankungen an. Die alljährlichen internen Impfaktionen mit Vierfachimpfstoff kommen beim Klinikpersonal deshalb immer gut an und sind auch dieses Jahr wieder frühzeitig im Oktober gestartet. „Es freut mich sehr, dass auch dieses Jahr bereits wieder viele Kolleginnen und Kollegen das Impfangebot wahrgenommen haben. Unsere Mitarbeiter übernehmen damit Verantwortung und schützen gleichermaßen sich selbst und die Patienten vor den Grippeviren“, sagt Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung. Er selbst hat die interne Grippeimpfung ebenfalls bereits in Anspruch genommen.

Grippaler Infekt vs. Grippe – das ist der Unterschied
Häufig werden die Begriffe Erkältung (grippaler Infekt) und Grippe synonym verwendet, dabei könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Die Grippe wird von Influenzaviren ausgelöst, bei der Erkältung setzen sich andere Viren in der kalten Jahreszeit im Nasen- und Rachenraum fest. In den Symptomen unterscheiden sich beide Krankheitsbilder signifikant: Die Erkältung kommt schleichend mit einzelnen Symptomen daher, während die Grippe immer schlagartig einsetzt. Häufig ist die Grippe von starken Halsschmerzen und hohen Fieber begleitet. Schnupfen und verstopfte Nase sind jedoch klassische Erkältungssymptome und treten bei der „echten“ Grippe nicht auf. Wer sich nicht sicher ist, kann sich bei seinem Hausarzt auf Influenza testen lassen.

Bei Lebensgefahr die 112 – bei anderen Beschwerden hilft die 116117
Auch dieses Jahr rechnet die München Klinik wieder mit einer erhöhten Belastung der Notfallzentren in der Grippesaison. Mit Isolationsmöglichkeiten und der möglichen Aktivierung weiterer Bettenkapazitäten ist der Klinikverbund auch für Grippewellen mit vielen schwerwiegenden Erkrankungsverläufen gewappnet. Bei entsprechenden Häufungen kann ebenfalls gezielt das Ausbruchsmanagementteam der Kliniken einberufen werden. Prof. Dodt ruft die Münchner Bevölkerung zum sorgsamen Umgang mit der Notrufnummer 112 auf und weist darauf hin, dass es in den Notfallzentren (in den Kliniken Schwabing, Bogenhausen, Harlaching und Neuperlach) für ambulante Patienten während der Grippewelle auch zu längeren Wartezeiten kommen kann. Damit die reibungslose Versorgung von schwerwiegenden Erkrankungen, für die die Notfallzentren zuständig sind, durchgehend gewährleistet ist, werden Influenza-Tests bei konkretem Verdacht bei den stationären Patienten durchgeführt. Bei leichten Krankheitsverläufen und ambulanten Fällen ist tagsüber für Patienten der Hausarzt der richtige Ansprechpartner, außerhalb der regulären Öffnungszeiten stehen ärztliche Bereitschaftspraxen zur Verfügung. So können die Notfallzentren entlastet werden und lange Wartezeiten bei leichten Erkrankungen vermieden werden – unter der Nummer 116117 erfahren Patienten, welcher niedergelassene Arzt gerade Dienst hat.