München unterstützt Partnerstadt Be’er Sheva mit 1 Million Euro

München unterstützt Partnerstadt Be’er Sheva mit 1 Million Euro

Nach dem terroristischen Überfall der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober wird die Stadt München ihre Partnerstadt Be’er Sheva finanziell unterstützen. Die Vollversammlung des Stadtrats hat heute beschlossen, der israelischen Stadt 1 Million Euro zur Verfügung zu stellen. Mit dem Geld will Be’er Sheva einen Notfallfonds einrichten, um die durch die Terrorakte und den andauernden Raketenbeschuss entstandenen Herausforderungen zu bewältigen. Außerdem sollen die Münchner Philharmoniker im Januar ein Solidaritätskonzert geben, bei dem zudem zu Spenden für Be’er Sheva aufgerufen wird.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Unsere Partnerstadt leidet noch immer unter dem Terror der Hamas. Seit dem 7. Oktober wurden über 115 Alarme in der Stadt ausgelöst, über 136 Raketen auf Be’er Sheva abgefeuert. Und es gab neun direkte Einschläge. Es ist nicht nur ein Zeichen der Solidarität, sondern auch eine Selbstverständlichkeit, dass München in dieser Situation an der Seite ihrer Partnerstadt steht und der Bitte nach finanzieller Unterstützung nachkommt.“

Die Hilfe für Be’er Sheva soll ausschließlich für zivile Zwecke verwendet werden, etwa die finanzielle und psychologische Unterstützung von Familien, die Angehörige verloren haben, oder für Menschen, deren Häuser zerstört wurden. Zudem hatte das Soroka Medical Centre in Be’er Sheva, das größte Krankenhaus in Südisrael, um finanzielle Unterstützung zur Beschaffung dringend benötigter medizinischer Ausrüstung gebeten. Viele der am 7. Oktober und seitdem verletzten Menschen wurden in der Notaufnahme des Krankenhauses aufgenommen oder werden dort noch behandelt.

Außerdem wird die Stadt München, wie andere europäische Städte, ein Zeichen setzen für die Freilassung aller noch von der Hamas entführten Geiseln. Auf geeignete öffentliche Gebäude sollen dazu Fotos projiziert und mit einem Text untertitelt werden, in dem die Stadt München die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln fordert.