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Freitag, 14 August 2026
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Schockanruf durch falsche Ärztin in Obermenzing

Symbolbild

Am Dienstag, 11.08.2026, erhielt eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf einer ihr unbekannten Frau. Diese gab sich als Ärztin aus und teilte mit, dass der Sohn der über 80-Jährigen aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung in einem Krankenhaus behandelt werde. Für eine notwendige medizinische Behandlung sei jetzt ein hoher Geldbetrag erforderlich.

Nachdem die über 80-Jährige angab, nicht über den geforderten Geldbetrag zu verfügen, wurde sie von der Anruferin aufgefordert, stattdessen Wertgegenstände für die anstehende Behandlung zu übergeben. In der Folge übergab die Seniorin gegen 16:30 Uhr Schmuck, Münzen und weitere Wertgegenstände an einen bislang unbekannten Abholer. Der Wert der übergebenen Gegenstände liegt im mittleren fünfstelligen Bereich.

Die Seniorin vertraute sich im Anschluss einer Nachbarin an, welche den Betrug erkannte und den Polizeinotruf 110 verständigte. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen erbrachten bislang keine neuen Erkenntnisse zu den Tätern.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Wer hat am Dienstag, 11.08.2026, gegen 16:30 Uhr im Bereich Betzenweg, Bauseweinallee, Erdmannsdörferstraße und Karwinskistraße in Obermenzing Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis der Münchner Polizei:
Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z.B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.

Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte…

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!

•           Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.

•           Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.

•           Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!

•           Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!