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Schwabing: Versuchter Trickbetrug durch falsche Polizeibeamte

München, 11.10.2016. Eine 83-jährige Rentnerin bekam am Montag, 07.11.2016, gegen 14.30 Uhr, einen Anruf mit unterdrückter Nummer auf ihrem Festnetztelefon. Die Anruferin gab sich als „Anna Müller von der Polizei in Schwabing“ aus.

Danach setzte die Täterin ihre Masche folgendermaßen fort: Die Rentnerin solle eine Nummer bei der Staatsanwaltschaft in Berlin-Brandenburg anrufen, da es um viel Geld gehen würde.

Die Rentnerin rief dann eine ihr genannte Handynummer an. Daraufhin meldete sich eine „Frau Berger“. Von ihr wurde der 83-Jährigen mitgeteilt, dass ein gerichtliches Verfahren gegen sie eingeleitet wird und sie eine Strafzahlung in Höhe von 10.000 Euro befürchten muss. Diese könne sie jedoch abwenden, wenn sie einem Rechtsanwalt in München 3.500 Euro übergeben würde. Den Namen des angeblichen Rechtsanwalts nannte die Täterin nicht.

Die gutgläubige Seniorin teilte mit, dass sie das Geld nicht habe und sie sich auch nichts zu Schulden hat kommen lassen. Daraufhin wurde das Gespräch beendet.

Die 83-Jährige verständigte daraufhin über den Notruf der Polizei die tatsächliche Polizei in Schwabing und wollte die „Frau Müller“ sprechen. Hier wurde ihr gesagt, dass es eine Frau mit diesem Namen bei der Polizeiinspektion 13 (Schwabing) nicht gebe.

Die Täterin aus den Telefonaten vom 07.11.2016 ließ nicht locker. Wider Erwarten rief sie unter dem Pseudonym „Frau Berger“ am Mittwoch, 09.11.2016, gegen 09.30 Uhr, noch einmal bei der 83-Jährigen an und wollte wissen, was jetzt mit dem Geld sei.

Daraufhin teilte die Rentnerin jedoch mit, dass sie bei der Polizei angerufen habe und legte auf.

Bislang kam es zu keiner weiteren Kontaktaufnahme.

Täterbeschreibung:

Anruferin: Frau Anna Müller von der Polizei in Schwabing
Weiblich, junge Stimme, ca. 25-30 Jahre alt, sprach Hochdeutsch mit leichtem bayerischem Akzent

Anruferin: Fr. Berger von der Staatsanwaltschaft Berlin-Brandenburg
Weiblich, klangmäßig etwas ältere und dunklere Stimme, leicht norddeutscher Dialekt.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, oder Personen, die ähnliche Anrufe bekommen haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.