Steuerzahlerbund zur Corona-Krise: Jetzt handeln!

Der Bund der Steuerzahler in Bayern begrüßt die von der Bundesregierung und der Bayerischen Staatsregierung eingeleiteten Maßnahmen zur wirtschaftlichen Überwindung der Corona-Krise und zur Rettung unseres Wirtschaftsstandortes. Vizepräsident Michael Jäger: „Unbürokratische Hilfe ohne Bürokratismus und Formularkrieg ist das Gebot der Stunde. Unternehmer müssen allerdings selbst aktiv werden und Anträge stellen: Anträge auf Steuerstundungen, Ratenzahlungen sowie Herabsetzung von Vorauszahlungen müssen schnell und konkret gestellt werden. Musterformulare hierfür stehen auf der Website www.steuerzahler.de zum Download.“

Der bayerische Steuerzahlerpräsident Rolf von Hohenhau fordert eindringlich weitere Maßnahmen. So gehört der Solidaritätszuschlag für alle sofort abgeschafft. Die Mehrwertsteuer für Dienstleistungen, wie zum Beispiel für Handwerker und Friseure und insbesondere für die Gastronomie, Branchen, die direkt durch die Ausgangsbeschränkungen bedroht sind und kurz vor dem Kollaps stehen, sollte auf 7 Prozent gesenkt werden.

Die finanzamtlichen Verzugs- und Verspätungszinsen müssen von 6 Prozent auf 3 Prozent gesenkt werden. Wir müssen zudem generell zur Ist-Beteuerung kommen, so der Steuerzahler-Präsident. Die Regelung, dass die Umsatzsteuer von Unternehmen bereits bei der Rechnungstellung zu überweisen ist, ist in Zeiten, in denen mit massiven Zahlungsausfällen zu rechnen ist, anachronistisch.

Rolf von Hohenhau: „Finanzpolitische Gegebenheiten, die bereits vor der Krise nicht nachvollziehbar waren, müssen nun als erstes gekappt werden. Soli, Soll-Besteuerung und die ungerechte Umsatzbesteuerung der Gastronomie gehören dazu.“

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