Surfen an der Floßlände wieder möglich

Surfen an der Floßlände wieder möglich
Symbolbild

Surfen an der Floßlände wird ab heute wieder möglich sein. Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Letzte Woche habe ich die Stadtwerke München und das Referat für Umwelt und Gesundheit beauftragt, die Floßlände wieder für die Surferinnen und Surfer freizugeben und zwar bis in den späteren Abend hinein. Flusssurfen hat seit Anfang der 1970er Jahre Tradition und ich bin seit 2014 mit den Surferinnen und Surfern in einem sehr konstruktiven Austausch mit dem Ziel, die Floßlände für den Wassersport – also Surfen und Kanufahren − so attraktiv wie möglich zu machen.“

Bürgermeisterin Verena Dietl: „Als Sportbürgermeisterin freue ich mich sehr, dass dem Isar-Wassersport in Thalkirchen ausreichend Wasser zur Verfügung gestellt wird. Nun kann endlich die Saison für unsere Surfer und Kanuten richtig beginnen. Die Floßlände wird oftmals als Einsteigerwelle benutzt, sie ist für München als weltbekannte Flusssurfstadt von großer Bedeutung“.

Stephanie Jacobs: „Damit gibt es jetzt trotz der durch Corona bedingten schwierigen Lage auch wieder eine Möglichkeit für Anfänger in unserer Surfstadt München. Besonders erfreulich ist, dass wir einen guten Kompromiss zwischen den Interessen der Surfer und Kanuten und denen der Stadtwerke München an einer umweltbewussten Energiegewinnung durch Wasserkraft finden konnten. Das begrüße ich als Umwelt- und Gesundheitsreferentin sehr“.
Heute kam es im Lauf des Vormittags zu einer kurzfristigen Wasserreduzierung, die für einen Umbau der Surfwelle benötigt wird. Anschließend wird der Floßkanal geöffnet, so dass das Surfen aller Voraussicht nach ab heute Abend möglich ist. Am morgigen Donnerstagabend erfolgt eine erneute kurze Wasserreduzierung, damit die Einbauten der Kanuten für einen Trainingsparcours vorgenommen werden können, sodass das Surfen morgen nur bis zum Nachmittag möglich ist. Ab dem 3. Juli fließt die für die Surfwelle benötigte Wassermenge dann von morgens 6 bis abends 21.30 Uhr. Diese Maßnahmen hat das Referat für Gesundheit und Umwelt in enger Zusammenarbeit mit den Stadtwerken München und dem Baureferat und natürlich Surfern und Kanuten koordiniert.

Die Stadtwerke München GmbH besitzen für den Werkkanal ein sogenanntes Altrecht aus dem Jahr 1907, das ihnen erlaubt, mit dem verfügbaren Wasser Strom zu erzeugen. Sie müssen jedoch in der Floßsaison einen erhöhten Abfluss für einen sicheren Betrieb der Flößerei in den Floßkanal abgeben. Davon partizipierten auch die Surfer und Kanuten. Da die Floßfahrten in diesem Jahr aufgrund der coronabedingten Einschränkungen nicht stattfinden können, war bisher auch das Surfen und Kanufahren nicht möglich.