
Für eine Beibehaltung der bislang geltenden Regeln der Stadt München bei der Zeltvergabe auf dem Oktoberfest hat sich die Vereinigung der Münchner Wiesn Wirte ausgesprochen.
„Die Vergabepraxis hat sich seit Jahrzehnten bewährt und ist ein Garant dafür, dass die Wiesn nach wie vor ein Ort ist, an dem unser bayerisches Brauchtum gepflegt und unsere Traditionen hochgehalten werden!“, sagt Sprecher Christian Schottenhamel. „Das Oktoberfest ist ein Stück bayerische Heimat und das sollten wir nicht opfern – und riskieren, dass daraus ein Wischi-Waschi-Fest wird.“
In die gleiche Kerbe schlägt Peter Inselkammer: „Die Wiesn steht für München, Bayern, unsere Werte und unsere Lebensart. Wir sollten diese Tradition nicht aushöhlen, denn dann wird das Oktoberfest irgendwann nicht mehr so sein, wie wir es schätzen und lieben.“
Beide Sprecher weisen darauf hin, dass 80 Prozent der Wiesn Besucher aus München und dem Umland kommen – und dass es ein Fest des Münchner Bieres ist. „Wir freuen uns über die zahlreichen internationalen Gäste“, so Schottenhamel, „sie kommen aber deswegen gerne zu uns, weil wir so sind wir sind und weil sie hier unsere bayerische Kultur hautnah erleben können.“
In seiner mehr als 200-jährigen Geschichte wurde das Münchner Oktoberfest verantwortungsvoll und traditionsnah weiterentwickelt. So ist die Wiesn zu einem einzigartigen Kulturgut geworden, das man schützen muss. „Dies sollte niemals persönlichen Interessen geopfert werden“. Die Vergaberegeln für die Wiesn Zelt seien, so die beiden Sprecher weiter, tief verwurzelt in der Münchner Geschichte. Sie wurden immer wieder zeitgemäß erneuert und haben auch in der Vergangenheit mehreren gerichtlichen Überprüfungen Stand gehalten.
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