Fleisch und Wurst werden teurer

Fleisch und Wurst werden teurer

Vor allem durch die deutlich gestiegenen Exporte nach Asien erleben die Preise für Schweinefleisch derzeit einen extremen Höhenflug. Die Unternehmen des Metzgerhandwerks stellt das vor besondere Herausforderungen.

Allein seit Jahresbeginn sind die Preise für Schweinefleisch um mehr als 40 Prozent gestiegen.
Grund dafür sind zunehmende Exporte aus Europa nach Asien. Dort wütet nach wie vor
die Afrikanische Schweinepest und die dadurch entstehenden Versorgungsengpässe versucht
man unter anderem durch verstärkte Einkäufe in Europa auszugleichen. Das treibt den
Preis in die Höhe.

Diese Entwicklung bedeutet für das Metzgerhandwerk eine besondere Herausforderung.
Durch die regionale Versorgung zahlt ein Handwerksmetzger ohnehin schon meist höhere
Einkaufspreise als die industriellen Verarbeiter. Die Preissprünge belasten das Handwerk in
diesem Segment also besonders stark.

Obwohl der Lebensmitteleinzelhandel, mit dem die Handwerksmetzgereien in unmittelbarem
Wettbewerb stehen, die Verkaufspreise bereits im Sommer erhöht hat, ist der Preiswettbewerb unvermindert im Gang. Nach wie vor wird vielerorts auch Billigfleisch zu extrem niedrigen Preisen angeboten.

„Das Metzgerhandwerk wird aber auch in dieser Situation definitiv am hohen Qualitätsstandard festhalten. Wir werben weiter darum, dass trotz dieser Preissituation handwerklich hochqualitative Produkte aus der Region gekauft werden.“, betont Andreas Gaßner, Obermeister der Metzger-Innung München.

Die Mitgliedsbetriebe des Fleischerverbandes Bayern informieren die Kunden bereits seit
Anfang des Jahres über die Preisentwicklungen. Auch wenn diese größtenteils mit Unverständnis reagieren, können die Hersteller den durch die Rohstoffpreiserhöhung entstandenen Schaden nicht allein schultern. Denn auch wenn Fleisch und Wurst nun etwas teurer geworden sind, so gibt es nach ersten Erhebungen der Fleischerverbände bislang keine rückläufige Nachfrage.

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