
Mit aufgespannten Regenschirmen und klaren Botschaften haben Beschäftigte der Uniklinik München-Großhadern am 8. Juli ein deutliches Zeichen gegen die Sparpolitik im Sozial- und Gesundheitswesen gesetzt. Gemeinsam mit ver.di München beteiligten sie sich am bayernweiten Aktionstag „Lasst uns nicht im Regen stehen!“ und machten unmissverständlich klar: Wer an Krankenhäusern, Pflege und sozialen Angeboten spart, lässt Beschäftigte und Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, im Stich.
Die Protestaktion war Teil eines breiten Bündnisses aus ver.di, Wohlfahrtsverbänden, dem DGB und weiteren Organisationen. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach einer verlässlichen Finanzierung der sozialen und gesundheitlichen Infrastruktur – statt weiterer Kürzungen.
„Auch bei uns in der Uniklinik steigt der Druck auf die Beschäftigten spürbar. Eine unzureichende Refinanzierung und steigende Kosten gefährden Angebote, die für viele Menschen unverzichtbar sind“, sagte Christian Reischl, Gewerkschaftssekretär von ver.di München.
Die Teilnehmenden machten deutlich, dass Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas, Beratungsstellen sowie Einrichtungen der Jugend-, Behinderten- und Wohnungslosenhilfe keine freiwilligen Leistungen sind, sondern zur öffentlichen Daseinsvorsorge gehören. Werden diese Bereiche kaputtgespart, trifft das die Menschen unmittelbar – und verschlechtert gleichzeitig die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.
„Eine gute Versorgung gibt es nur mit ausreichend Personal, fairen Löhnen, Tarifbindung und guten Arbeitsbedingungen. Beschäftigte dürfen nicht die Rechnung für politische Sparprogramme bezahlen“, betonte Reischl.
Auch Claudia Weber, Geschäftsführerin von ver.di München, fand klare Worte: „Soziale und gesundheitliche Infrastruktur ist kein Luxus. Sie muss gestärkt statt kaputtgespart werden.“
Mit ihrer Aktion machten die Beschäftigten deutlich: Sie wollen sich nicht mit Kürzungen abfinden. Die Botschaft an die Politik ist eindeutig: Wer eine funktionierende Gesundheits- und Sozialversorgung will, muss sie auch finanzieren. Lasst uns nicht im Regen stehen!










