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Donnerstag, 9 Juli 2026
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Neue Räume für mehr Sicherheit auf dem Oktoberfest

Neue Räume für mehr Sicherheit auf dem Oktoberfest
Symbolbild

Das Servicezentrum Theresienwiese hat ab sofort eine neue Sicherheitszentrale und einen neuen Raum für den Koordinierungskreis für das Oktoberfest. Hier finden künftig ein modernes Beobachtungsmanagement, die Steuerung der Besucherströme und ein verbesserter Informationsfluss zwischen allen beteiligten Sicherheitsbehörden und der Veranstaltungsorganisation einen Platz.

„Nach den Geschehnissen am mittleren Wiesnsamstag im vergangenen Jahr hatte ich gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden, Wirten, Beschickern und der Festleitung Sofortmaßnahmen eingeleitet“, erläutert der Referent für Arbeit und Wirtschaft Dr. Christian Scharpf. „Für diese wurde jetzt auch eine moderne Infrastruktur geschaffen.“

Das Referat für Arbeit und Wirtschaft ist nach der Wiesn 2025 umgehend mit dem Baureferat auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten gegangen. In Anbetracht der Bedeutung des Themas für die Sicherheit auf dem Oktoberfest hat sich das Kreisverwaltungsreferat bereit erklärt, die Fläche des bisherigen Fundbüros für die Umbaumaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Das Fundbüro befindet sich künftig im Deutschen Museum Verkehrszentrum auf der Theresienhöhe, nur fußläufig vom Festgelände entfernt.

Im Rahmen der Umbaumaßnahmen wurde im Servicezentrum unter Projektleitung des Baureferats ein moderner Konferenz- und Kommunikationsraum geschaffen. Input gaben die künftigen Nutzer und Koordinierungskreisteilnehmer*innen, also Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Sicherheitsberater und -unternehmen, Veranstaltungsbüro und Festleitung.

„Es war für uns ein sehr interessantes Projekt, denn so etwas bauen wir auch nicht alle Tage. Ich freue mich, dass das Baureferat hier trotz der beengten Fläche des Servicezentrums in kürzester Zeit moderne Arbeitsräume geschaffen hat, die das Oktoberfest noch sicherer machen“, sagt Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer.

Der neue Raum bietet 34 Sitzplätze, davon 30 digitale Plug-and-Play-Arbeitsplätze. Ergänzt wird das Konzept durch einen separaten Serverraum, zwei schalloptimierte Telefon- und Funkerschleusen, welche die Räume als Puffer zum restlichen Gebäude abschotten, sowie eine Einsprechkabine für Durchsagen.

Ein besonderes Augenmerk lag auf Akustik und Arbeitskomfort. Akustikdecken, Teppichboden und schalloptimierte Nebenräume sorgen für eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Sämtliche Bereiche sind klimatisiert. Kernstück des Projekts ist die multimediale Konferenz- und Kommunikationstechnik mit rund 22 Quadratmeter Bildschirmfläche. Sie ermöglicht die gleichzeitige Darstellung verschiedener Informationsquellen, Videokonferenzen sowie die Einbindung externer Daten- und Kamerasysteme. Hier steht Raum für konzentriertes Arbeiten von Teams mit bis zu 35 Personen zur Verfügung. Schalltechnisch optimierte Glas-Schleusen ermöglichen ein nahezu störungsfreies Betreten und Verlassen des Raums. Über die gesonderte Sicherheitszentrale kann der Raum zusätzlich mit Bildern und Daten versorgt werden.

Beide Räume bilden das Herzstück des neuen Sicherheitskonzepts auf dem Oktoberfest, das auch die Installation von Kameras auf dem gesamten Festgelände beinhaltet. Diese Kameras zeigen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz auf, an welchen Stellen sich besonders viele Menschen aufhalten, und ermöglichen so eine optimale Besuchersteuerung.