Startschuss für Objektfunk in der U-Bahn ist gefallen

Startschuss für Objektfunk in der U-Bahn ist gefallen
Foto: Branddirektion Muenchen

Gebäudefunkanlagen sind für die Feuerwehr ein enorm wichtiges Mittel, die Einsatzkommunikation in großen Anlagen sicherzustellen. Heute hat in einer Pressekonferenz Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die zukunftsweisende Umrüstung der Münchner U-Bahn begrüßt.

In der Landeshauptstadt sind 180 Objekte mit Gebäudefunk für die Feuerwehr ausgerüstet. Verbaut ist in allen diesen Gebäuden und Anlagen noch die analoge Funktechnik. Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz sind seit der Umstellung auf Digitalfunk nun gezwungen, zweigleisig – also mit unterschiedlicher Funktechnik am Einsatzort – zu arbeiten. Dies soll nun ein Ende haben. Hierfür müssen diese Gebäude aber allesamt von analoger auf digitale Gebäudefunktechnik umgerüstet werden.

Werbung / Anzeige

Die Vorreiterfunktion dieser Umstellung übernehmen nun die Stadtwerke München mit der Umrüstung eines des größten und wichtigsten Objekte. Die Münchner U-Bahn stellt mit ihren 100 Bahnhöfen und einer Streckenlänge von 103 km die Lebensader des ÖPNV dar. Für die Planung und den Umbau sind vier Jahre und 30 Millionen Euro angesetzt. Rund 300 km neue Funkkabel, 1.000 neue Antennen und etwa 300 Digitalfunk-Repeater werden hierfür in den unterirdischen Anlagen verbaut.

Nicht nur die Feuerwehr profitiert von der digitalen Funkversorgung. Mit ihr ist auch eine verbesserte Kommunikation mit Polizei und Rettungsdiensten möglich. „Dies ist für eine gemeinsame Einsatzbearbeitung von immens großem Vorteil und sorgt für einen möglichst sicheren Betrieb der Münchner U-Bahn. Wir hoffen, dass alle Objektbetreiber dem Beispiel der SWM so schnell wie möglich folgen“, so Peter Bachmeier, Leitender Branddirektor.