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Dienstag, 7 Juli 2026
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Tag der Ersten Hilfe: Leben retten können alle

Tag der Ersten Hilfe: Leben retten können alle

Mit der Botschaft „Frühzeitig mit einer Herz-Druck-Massage beginnen!“ lädt das Gesundheitsreferat gemeinsam mit Unterstützer*innen und Kooperationspartner*innen am Samstag, 11. Juli, von 11 bis 16 Uhr zum Tag der Ersten Hilfe auf dem Marienplatz ein, für den Oberbürgermeister Dominik Krause die Schirmherrschaft übernommen hat. In Deutschland erleiden jährlich mehr als 135.000 Menschen einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses – aber nur ungefähr elf Prozent der Betroffenen überleben. Das liegt auch daran, dass nur in rund der Hälfte der Fälle umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wird, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Ausgebildete Ersthelfende stellen Wiederbelebungsmaßnahmen vor, Besucher*innen können die Herz-Druck-Massage lernen, an Simulationspuppen üben und den Umgang mit einem Defibrillator (AED) ausprobieren. Wie man sich bei einem Kindernotfall am besten verhält, wird ebenfalls erklärt. Und auch das beliebte Teddybärkrankenhaus ist mit dabei. Zudem können verschiedene Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst aus der Nähe erlebt werden. So ist für die ganze Familie etwas geboten.

Oberbürgermeister Dominik Krause: „Noch immer überleben bei uns in Deutschland zu viele Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses nicht oder nur mit schwersten bleibenden Schäden. Das betrifft gar nicht so selten auch jüngere Menschen. Andere europäische Länder sind hier schon deutlich weiter. Dabei könnten wir eigentlich alle ganz leicht Lebensretterinnen und Lebensretter sein. Deshalb möchte ich die Münchnerinnen und Münchner ermutigen, sich mit den Grundlagen der Wiederbelebung vertraut zu machen – und sich im Ernstfall zu trauen, Leben zu retten. Denn Hilfe im Notfall geht uns alle an!“

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Bei der Ersten Hilfe gilt: Falsch ist nur, gar nichts zu tun! Jede und jeder von uns kann in eine Situation kommen, in der alles von unserer Hilfe abhängt. Ich bin überzeugt: Wir können es auch in München schaffen, in den allermeisten Fällen sofort mit der Wiederbelebung zu beginnen. In Ländern wie Schweden klappt das beispielsweise schon zu 80 Prozent. Bitte nutzen Sie diese Gelegenheit, die eigenen Kenntnisse zur Wiederbelebung aufzufrischen oder diese zu erlernen. Denn wer sich sicher darin fühlt, traut sich am Ende auch, im Notfall das Richtige zu tun!“

Unterstützt wird die Aktion durch die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), die S-Bahn München/Deutsche Bahn (DB), den Deutschen Rat für Wiederbelebung (GRC) und den Arbeitskreis Notfallmedizin und Rettungswesen e.V. (ANR). Neben der Berufsfeuerwehr München, den Münchner Hilfsorganisationen und dem Ärztlichen Kreis- und Bezirksverband (ÄKBV) gehören das Teddybärkrankenhaus München, die Erste-Hilfe-Schule McHELP, die Notfallakademie, die Bayerische Lebensretter Akademie, das Münchner Start-up Reavo und die Hebammenkoordinierungsstelle HebaVaria e.V. zu den Kooperationspartner*innen.

Und weil es noch viele andere Wege gibt, ein Leben zu retten, bietet die Stadt in diesem Jahr erstmalig – gemeinsam mit der DKMS – einen Informationsstand zur Stammzellspende bei Erkrankungen wie Blutkrebs sowie die Möglichkeit, sich direkt als Stammzellspender*in zu registrieren und typisieren zu lassen. Dafür ist nur ein einfacher Wangenabstrich erforderlich. Der Tag der Ersten Hilfe, der bereits zum fünften Mal stattfindet, ist nur eine der Maßnahmen, mit denen die Wiederbelebungsquote in München deutlich gesteigert werden soll:
– Mit dem Projekt „München rettet Leben“ (http://www.muenchen-rettet-leben.de), der Smartphone-basierten Alarmierung von Ersthelfenden, werden qualifizierte Helfer*innen per App zu einem Notfall mit einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand gelotst, wo sie unmittelbar mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen können. „München rettet Leben“, dessen Schirmherr OB Krause ist, ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt mit dem ANR (Arbeitskreis Notfallmedizin und Rettungswesen), der Integrierten Leitstelle München sowie des Rettungszweckverbands, der ärztlichen Leitung Rettungsdienst und des Landkreises München.

– Die Stadt hat 2025 das „Bündnis Lebensretter-Stadt München“ gegründet. Damit soll möglichst vielen Münchner*innen Wiederbelebung in Schulen und künftig auch in Kindertageseinrichtungen, Senioreneinrichtungen und Unternehmen beigebracht werden. Neben Wiederbelebungstrainings an Schulen in Kooperation mit der Björn Steiger Stiftung und den Hilfsorganisationen in München konnte in diesem Jahr erstmalig auch ein Wiederbelebungskurs für Senior*innen in Kooperation mit dem Münchner Bildungswerk organisiert werden.

Weitere Informationen zum Tag der Ersten Hilfe und zu den weiteren Projekten unter www.muenchen.de/erste-hilfe-tag.